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Über eine Million Frauen beim Mammographie-Screening in Niedersachsen und Bremen

Hannover, 04. März 2010

v.l.: Eberhard Gramsch, Regine Rathmann und Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann
v.l.: Eberhard Gramsch, Regine Rathmann und Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann
 

Bereits über eine Million Frauen haben das Mammographie-Screening in Niedersachsen und Bremen in Anspruch genommen.

Nach drei Jahren Mammographie-Screening in Niedersachsen und Bremen zieht Ross-Luttmann eine positive Bilanz. „Mit 57 Prozent Beteiligungsrate liegen wir über dem Bundesdurchschnitt von 53 Prozent. Bei über 5000 von ihnen wurde ein Tumor gefunden.“

Ziel: 70 Prozent Teilnahme
Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Seit 2007 können Frauen zwischen 50 und 69 Jahren flächendeckend in Niedersachsen und Bremen alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening, also eine Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung, durchführen lassen. Gesundheitsministerin Ross-Luttmann: „Mir ist wichtig, dass sich noch mehr Frauen als bislang regelmäßig untersuchen lassen. Nur so lässt sich die Brustkrebssterblichkeit senken“, unterstreicht die Ministerin. Ziel sei es, dass rund 70 Prozent der Frauen die Vorsorgeuntersuchungen nutzen. Besonders die mobilen Screening-Einheiten tragen zur wohnortnahen Versorgung teil. Bereits bei sechs Kilometern Anfahrt sinkt die Beteiligungsrate am Screening. „Viele der Teilnehmerinnen haben gar keinen Hausarzt, geschweige denn einen festen Frauenarzt“, sagt Regine Rathmann vom Mammographie-Screening Hannover.

"Beste Methode zur Früherkennung"
„Die Mammographie ist die derzeit beste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs“, so Eberhard Gramsch, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). Bis zum 31. Dezember 2008 haben landesweit 676.045 Frauen an den Reihenuntersuchungen teilgenommen. 32.991 Frauen von ihnen hatten einen auffälligen Befund und wurden zur weiteren Abklärungsdiagnostik eingeladen. Bei 5.269 Frauen wurden Karzinome entdeckt. Die Karzinom-Entdeckungsrate pro 1.000 Teilnehmerinnen liegt somit bei 7,8 Prozent. Dabei werden auch Kleinst-Tumore entdeckt, die mit sehr hohen Heilungschancen behandelt werden können.

In Niedersachsen gibt es neun Screening-Einheiten, 20 stationäre Mammographieeinheiten und 12 Mammobile, die eine wohnortnahe Vorsorge ermöglichen. Das Referenzzentrum Mammographie Nord ist für die Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zuständig.






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