Hannover, 05. Februar 2010
Der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen hat gestern die Fusion mit der IKK Niedersachsen zum 1. April 2010 beschlossen. Die IKK hatte bereits vergangenen Freitag ein positives Votum abgegeben.
Damit sind die wichtigsten organisatorischen Hürden für diesen landesweit bedeutenden Zusammenschluss in der gesetzlichen Krankenversicherung genommen. "Die Fusion wird Versicherten und Arbeitgebern eine Reihe von Vorteilen bringen", so die klare Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Peter sowie der Verwaltungsratsvorsitzenden Ulrich Gransee und Bernd Wilkening. "Die AOK hat vergangenes Jahr einen Überschuss von 69 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese finanzielle Stabilität wird jetzt auch den Versicherten der Innungskrankenkasse zugute kommen: Sie haben die Sicherheit, in diesem Jahr frei von einem Zusatzbeitrag zu sein." Die Finanzkraft beider Partner beträgt etwa 6,3 Milliarden Euro in der Kranken- und eine Milliarde Euro in der Pflegeversicherung, insgesamt also rund 7,3 Milliarden Euro.
Rund 90 Prozent dieser Summe fließen in die niedersächsische Gesundheitswirtschaft - an Ärzte, Zahnärzte und andere Gesundheitsberufe, an Krankenhäuser, Rettungsdienste und mehrere tausend Pflegedienste und Pflegeheime.
Die AOK bringt rund 2,14 Millionen Versicherte mit, die IKK 285.000. Zusammen entspricht dies rund einem Drittel aller gesetzlich Versicherten zwischen Harz und Nordsee. Die Arbeitsplätze der 6750 Beschäftigten sind sicher, weil beide Unternehmen fusionsbedingte Entlassungen ausgeschlossen haben.
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