22. Dezember 2006
Siegburg/Bergisch-Gladbach/Essen. Die Spitzenverbände der Gesetzlichen Krankenversicherung haben den Aufbau eines GKV-eigenen Innovationsmanagements beschlossen, in das der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) eng eingebunden ist. Damit wollen die Spitzenverbände im Vorfeld ihrer Mitverantwortung, im Gemeinsamen Bundesausschuss Innovationen im Gesundheitswesen einer kontinuierlichen und frühzeitigen Überprüfung zu unterziehen, gerecht werden. Ziel ist es zum einen, diejenigen Innovationen im Gesundheitssystem, die voraussichtlich mit einem Vorteil für die Patienten einhergehen, den Versicherten schneller als bisher zur Verfügung zu stellen. Zum anderen soll ebenfalls möglichst frühzeitig klargestellt werden, dass unwirksame, schädliche oder unwirtschaftliche Verfahren nicht zu Lasten der Patienten angewandt werden dürfen.
24. Januar 2007
Nach einer vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) vorgelegten Studie sind 40 Prozent der Krankenhäuser bis zum Jahr 2020 von der Pleite bedroht. Verhindert werden könnte dies zum einen durch weitere Kostensenkungen, zum anderen durch mehr marktwirtschaftliche Elemente im Krankenhaussektor.
08. Dezember 2006
Mitarbeiter von Pflegeheimen können ab Frühjahr 2007 anonym im Internet auf Probleme in der Altenpflege aufmerksam machen. Pflegefachkräfte, aber auch Angehörige und Betroffene unter der Internetseite http://www.kritische-ereignisse.de/ auf Missstände hinweisen. Die Internetseite wird vom Kuratorium Deutsche Altershilfe aufgebaut und vom Bundesministerium für Gesundheit mit 570.000 Euro gefördert.
20. November 2006
Mit dem Ziel, zukünftig die Qualität der rund 165 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen für Mütter (Väter) und Mütter (Väter) mit Kindern bundesweit einheitlich feststellen und vergleichen zu können, fiel im Oktober 2006 der Startschuss für ein umfangreiches wissenschaftliches Entwicklungsprojekt.
14. November 2006
Die Krankenstände in der deutschen Wirtschaft liegen weiterhin auf sehr geringem Niveau, so der aktuelle Fehlzeiten-Report 2006: Der Krankenstand 2005 hat mit 4,4% (Vorjahr 4,5%) den niedrigsten Wert seit mehr als zehn Jahren erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Fehlzeiten-Report.
10. November 2006
Erstmals ist in diesem Jahr die MDK-Gemeinschaft mit einem Angebot auf der Medizinmesse MEDICA vom 15. bis 18. November vertreten. Sie präsentiert sich im Rahmen der so genannten Klinikinsel in Halle 7.0 als potenzieller Arbeitgeber für Ärztinnen und Ärzte. Mitarbeiter der MDK-Gemeinschaft beantworten hier Fragen zum Tätigkeitsspektrum im Medizinischen Dienst.
08. November 2006
HANNOVER. Das Projekt Pro Kind startet jetzt nach einer Pilotphase offiziell in den fünf niedersächsischen Kommunen Braunschweig, Celle, Göttingen, Hannover und Wolfsburg. Am Dienstag (7. November) haben Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann und Prof. Christian Pfeiffer für die Stiftung Pro Kind das Projekt in Hannover vorgestellt. „Das ist ein weiterer Baustein zur Unterstützung von Schwangeren und zum Kinderschutz in Niedersachsen“, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann.
31. Oktober 2006
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung entstehenden Mehrkosten für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Sie haben die Festbeträge für die Medikamente entsprechend angehoben. Damit werden Versicherte durch die Steuererhöhung zum Jahreswechsel nicht zusätzlich belastet.
24. Oktober 2006
"Selbstbestimmt, sicher und geborgen zu leben - das wünschen sich ältere Menschen auch noch, wenn sie spüren, dass sie immer mehr auf Hilfe angewiesen sind, um den Alltag in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld zu bewältigen", sagt Bundesseniorenministerin Ursula von der Leyen. Einem Umzug aus ihrem privaten Umfeld in ein Heim sehen ältere Menschen häufig aus Sorgen um einen möglichen Verlust von Privatsphäre und Lebensqualität eher skeptisch entgegen. Der erstmals vom Bundesseniorenministerium erstellte Bericht über die Situation der Heime sowie die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner belegt, dass diese Befürchtungen angesichts der heutigen Konzepte stationärer Altenhilfe grundlos sind.
29. September 2006
Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ) in Hannover hat am 27. September 2006 in Neuss den mit 5.000 Euro dotierten Janssen-Cilag Zukunftspreis 2006 für die Initiative „MiMi – mit Migranten für Migranten“ erhalten. „MiMi“ setzt sich für die Verbesserung von Gesundheitsversorgung und -vorsorge von Familien mit Migrationshintergrund ein.
29. September 2006
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich auf die maßgeblichen Bausteine des Fallpauschalensystems 2007 geeinigt. Kernelement der Fallpauschalenvereinbarung 2007 (FPV 2007) ist der DRG-Fallpauschalen-Katalog (Diagnosis Related Groups), der im Jahr 2007 insgesamt 1.082 verschiedene abrechenbare Fallpauschalen enthält. Damit verfügt der im Vergleich zum Vorjahr überarbeitete und verbesserte Katalog über 128 zusätzliche Fallpauschalen.
28. September 2006
Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheker und Krankenkassen in Niedersachsen lehnen sich in einer gemeinsam verfassten „Resolution“ gegen die Pläne zur Gesundheitsreform auf. Nach Ansicht dieser Akteure droht eine Verstaatlichung und Vereinheitlichung der Gesundheitsversorgung. „Diese Reform würde das Gesundheitswesen in die Sackgasse einer Zentralverwaltungswirtschaft führen“, heißt es in dem Papier. Von der Bundesregierung wird ein „wirklicher Neuanfang“ bei der Gesundheitsreform gefordert.
01. September 2006
Am 7. und 8. November 2006 veranstaltet das Weiterbildungsinstitut IIR Deutschland in Köln das Fachform „Aufklärung von Abrechnungsbetrug“. Experten von gesetzlichen Kassen, privaten Versicherern, der Kassenärztlichen Vereinigung und von Aufsichtsbehörden nehmen Stellung zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und neuen Strategien in der Betrugsprävention und -aufklärung.
31. August 2006
Die Pflegeversicherung inhaltlich weiterzuentwickeln und ihre Finanzgrundlagen nachhaltig zu stärken, fordert der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS). "Um die Pflegeversicherung ist es in den letzten Monaten bedenklich still geworden. Die Pflegebedürftigen brauchen aber Klarheit über den Zeitpunkt und die Ausgestaltung der Pflege-Reform", mahnte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS, anlässlich der Veranstaltung "Pflegeversicherung auf der Reformagenda – Zielvorstellungen für die Pflege" am 31. August in Berlin.
25. August 2006
Der Trend niedriger Krankenstände der letzten Jahre setzt sich auch in den ersten sechs Monaten 2006 fort: Nach Angaben der Betriebskrankenkassen (BKK) weisen die Zahlen für das erste Halbjahr 2006 einen ebenso niedrigen Krankenstand wie im Vorjahreszeitraum auf (2006 und 2005 jeweils 3,5 Prozent). Für das gesamte Jahr 2006 lassen sich somit wieder äußerst geringe Ausfallzeiten der Beschäftigten erwarten.
17. August 2006
Die deutschen Krankenhäuser erreichen in den meisten Fällen die Qualitätsziele. Das geht aus der am 16. August 2006 in Berlin veröffentlichen Untersuchung der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) hervor. Für die Studie hatte die BQS 169 Qualitätskriterien in 20 verschiedenen Leistungsbereichen vorgegeben. Zehn Prozent der Qualitätsziele wurden nicht erreicht.
07. August 2006
Die AOK und der MDK in Rheinland-Pfalz gaben am 9. Juni 2006 in Ludwigshafen den Startschuss für den elektronischen Datenaustausch im Krankenhaussektor. Begutachtungsaufträge, Gutachten und Sozialmedizinischen Fallberatungen (SFB) können nun ohne Papier übermittelt übermittel werden. Das Verfahren steht allen anderen Krankenkassen und Medizinischen Diensten offen.
15. Juni 2006
Auf einer Kinder-Intensivstation sind derzeit bis 80 Prozent der eingesetzten Medikamente nicht für Kinder zugelassen. Studien, die speziell bei Kindern die Wirksamkeit und Sicherheit eines Arzneimittels belegen könnten, existieren nur selten. Häufig bleibt den Ärzten nichts anderes übrig, als Medikamente zu verordnen, die für Kinder nicht speziell geprüft sind. Der IKK-Landesverband Niedersachsen und die Akademie für Sozialmedizin Hannover machten heute (15.Juni) gegenüber der Presse in Hannover deutlich, dass durch eine in diesem Monat vom EU-Parlament verabschiedeten Verordnung Pharmafirmen verpflichtet werden sollen, neue Arzneimittel zukünftig auch an Kindern klinisch zu testen.
02. Mai 2006
Trotz intensiver Sanierungsanstrengungen, erfolgreicher Privatisierungen und einer deutlich verbesserten Wettbewerbsfähigkeit werden viele deutsche Krankenhäuser nicht kostendeckend arbeiten können. Dies betrifft nach neuen Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey etwa ein Drittel der Kliniken. Sie sind selbst angesichts eines teils massiven Bettenabbaus, Umstrukturierung und verbesserter Abläufe auf absehbare Zeit nicht in der Lage, wirtschaftlich zu arbeiten.
Im Download: Die Pressemitteilung zur Studie.
19. April 2006
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fasste am 18. April 2006 den Beschluss, dass gesetzlich versicherte Patienten mit chronischen Rücken- oder Knieschmerzen eine Akupunkturbehandlung als Kassenleistung erhalten können.
02. März 2006
Das Festzuschuss-System bei Zahnersatzleistungen, das seit Januar 2005 für gesetzlich Krankenversicherte gilt, hat dazu geführt, dass Zahnärzte vermehrt Leistungen privat abrechnen. Dadurch wird Zahnersatzversorgung für Patienten teurer und Patienten verzichten auf Zahnersatzversorgung. Dies belegt eine heute von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen vorgelegte Studie. Sie wurde bei der „Planungsgruppe M+M AG“ in Hamburg in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen des 2005 eingeführten so genannten befundorientierten Festzuschuss-Systems zu untersuchen.
28. Februar 2006
Die Untersuchungsgruppe „Falschabrechnungen“ von AOK Niedersachsen und mehr als 100 Betriebs-, Innungs- und Landwirtschaftskrankenkassen sowie der Knappschaft hat ihre Arbeit zielstrebig und erfolgreich ausgebaut: Von Januar 2004 bis Dezember 2005 konnten nach einer am Montag (27. Februar) in Hannover vorgelegten Bilanz mehr als 16,24 Millionen Euro unrechtmäßig beanspruchter Gelder von Leistungserbringern im Gesundheitswesen zurückgeholt werden.
22. Februar 2006
Leitfaden zur Qualitätssicherung aktualisiert - 35 Millionen Euro für benachteiligte Zielgruppen
Berlin. Eine positive Bilanz ihrer Präventions- und Gesundheitsförderungsarbeit zogen die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen heute bei ihrer Veranstaltung "Zukunft der Prävention" in Berlin. So erreichten die Krankenkassen im Jahre 2004 mit ihren Präventions- und Gesundheitsförderungsleistungen ca. 3,4 Millionen Versicherte, davon den überwiegenden Teil (2,6 Millionen) im Alltag und ca. 800.000 über gesundheitsbezogene Kurs- und Seminarangebote. Seit der Wiedereinführung der Prävention und Gesundheitsförderung in den GKV-Leistungskatalog im Jahre 2000 steigerten sich die Ausgaben für Prävention im Jahr durchschnittlich um 36 Prozent und erreichten im Jahre 2004 ein Ausgabenvolumen von 148 Millionen Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen appellieren zugleich an die Länder und Gemeinden als Träger von Einrichtungen sowie politisch Verantwortliche, ihre Leistungen auf diesem Feld ebenfalls auszuweiten.
16. Februar 2006
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellte im Beisein von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der Patientenbeauftragten Helga Kühn-Mengel und dem Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Rainer Hess am 14. Februar 2006 in Berlin die neue Internetseite http://www.gesundheitsinformation.de/ vor.
03. Januar 2006
Die Deutschen haben sich im Jahr 2005 so selten krank gemeldet wie noch nie seit Einführung der Lohnfortzahlung vor 35 Jahren. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, sank der Krankenstand auf 3,3 Prozent.
07. Dezember 2005
Fehlzeiten-Report 2005 erschienen /
Schwerpunkt: Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit
Bonn. Wenn Stellen abgebaut werden, hat das nicht nur Konsequenzen für die von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter. Personalabbau bringt häufig auch für die im Unternehmen verbleibenden Mitarbeiter Mehrbelastungen mit sich und kann zu einer tiefgreifenden Verunsicherung der Belegschaft führen. Daraus können sich Beeinträchtigungen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten ergeben. Vor allem psychische Beschwerden und Erkrankungen werden durch Ängste vor Arbeitsplatzverlust begünstigt. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Fehlzeiten-Report mit dem Schwerpunktthema Arbeitsplatz-unsicherheit und Gesundheit. Der Report wird vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld herausgegeben und erscheint im wissenschaftlichen Springer-Verlag.
03. November 2005
Erste regionale Auswertung belegt vermehrte Privatabrechnung
Bundesweite Studie soll Ende Dezember Basis liefern für Änderungen der Festzuschuss-Regelungen
14. September 2005
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich auf die maßgeblichen Bausteine des Klinik-Fallpauschalensystems 2006 geeinigt.
05. September 2005
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat am 1. September 2005 im Bundesanzeiger bekannt gemacht, in welchen medizinisch notwendigen Fällen Trink- und Sondennahrung - so genannte enterale Ernährung - in der ambulanten Versorgung von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Die Richtlinien treten zum 1. Oktober 2005 in Kraft. Damit haben Ärzte und Krankenkassen ausreichend Zeit, sich mit den neuen Regelungen vertraut zu machen.
30. August 2005
Erstmalig sind zugelassene Krankenhäuser sind zur Abgabe eines strukturierten Qualitätsberichts gesetzlich verpflichtet. Alle Interessierten können sich für das Jahr 2004 nun im Internet ein Bild von ihrem Krankenhaus in der Region Hannover machen.
03. August 2005
Wiesbaden - Nach der aktuellen Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes waren Ende 2003 in der höchsten Pflegeklasse (III) für vollstationäre Pflege und Unterbringung im Mittel monatlich 2675 Euro an das Pflegeheim zu entrichten. In der Pflegeklasse II betrug der durchschnittliche monatliche Vergütungssatz 2 250 Euro und in der Pflegeklasse I 1824 Euro. Hinzukommen können jeweils weitere Ausgaben für Zusatzleistungen, zum Beispiel größere oder besser ausgestattete Zimmer und gesondert berechenbare Investitionsaufwendungen der Pflegeheime.
02. August 2005
Bonn. Arbeitnehmer aus Betrieben mit Personalabbau klagen im höherem Maße über gesundheitliche Belastungen und Erkrankungen als solche aus Betrieben ohne Personalabbau. Dies ergab eine repräsentative Befragung der Erwerbsbevölkerung durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) zum Zusammenhang von Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit.
29. Juli 2005
Nach einem Grundsatzurteil des Bundessozialgerichts (BSG) haben Pflegebedürftige die Wahl, ob für Behandlungspflege, die in einem engen Zusammenhang mit der Grundpflege steht, die Pflege- oder die Krankenkassen zuständig sein sollen.
Mit diesem Grundsatzurteil, dessen Leitsätze erst in Kürze veröffentlicht werden, hat das Bundessozialgericht in Kassel einen jahrelangen Streit beendet, der sich vor allem über die Kostenübernahme zum Anlegen von Stützstrümpfen drehte.
Urteil des Bundessozialgerichtes Az: B 3 KR 8/04 R und B 3 KR 9/04 R.
21. Juli 2005
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) befasste sich am Dienstag mit der Beanstandung des Beschlusses zur „Enteralen Ernährung“ durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS). Nach Auffassung des Gemeinsamen Bundesausschusses war diese Beanstandung bei allen Beteiligten auf Unverständnis und Widerspruch gestoßen, da sie im krassen Widerspruch zur intensiven gemeinsamen Vorarbeit stand. Der G-BA kam nun zu dem Ergebnis, dass eine Anpassung der Richtlinien an die Vorgaben des BMGS nicht erfolgen kann.
11. Juli 2005
Die 14. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) kann in Kraft treten. Der Bundesrat hat am 8. Juli 2005 der Neuregelung zugestimmt. Am 16. Juni hatte der Bundestag das Gesetz, das auch Änderungen im Heilmittelwerbegesetz beinhaltet, verabschiedet.
21. Juni 2005
Der Krankenstand in Deutschland ist 2004 auf ein Rekordtief gesunken. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) fiel er 2004 auf 3,4 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970.
06. Juni 2005
Woran kann die Qualität der medizinischen Versorgung festgemacht werden? Darauf will die Bundesgeschäftsstelle Qualitätsmanagement (BQS) mit einer umfassenden Darstellung von medizinischen und pflegerischen Qualitätsindikatoren Antworten geben. Eine Dokumentation steht jetzt im Internet unter http://www.bqs-qualitaetsindikatoren.de.
30. Mai 2005
Berlin - Der Bundesrat hat am 27. Mai 2005 mit der Mehrheit der unionsregierten Länder das Präventionsgesetz abgelehnt und den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat angerufen. Um das Gesetz noch vor einer vorgezogenen Neuwahl des Bundestags im September zu verabschieden, muss der Vermittlungsauschuss in den nächsten Wochen einen Kompromiss finden.
14. April 2005
Mit einem neuen Informationssystem haben die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen die maßgebliche Voraussetzung geschaffen, um mehr Transparenz in den Heilmittelbereich zu bringen. Mit nunmehr quartalsweise vorgelegten Berichten über die Ausgaben- und Mengenentwicklung von Heilmitteln werde den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und den Krankenkassen das Handwerkszeug gegeben, um das Verordnungsverhalten zielgerichtet zu analysieren, Fehlentwicklungen zu erkennen und gegebenenfalls zu reagieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Spitzenverbände.
17. März 2005
Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit hat die Pflegeversicherung das Jahr 2004 mit einem Defizit von 820 Millionen Euro abgeschlossen. Einnahmen in Höhe von rund 16,9 Mrd. Euro standen Ausgaben von rund 17,7 Mrd. Euro gegenüber. Die Rücklage beläuft sich auf 3,4 Mrd. Euro (Ende 2003: 4,2 Mrd. Euro), das entspricht rund 2,3 Monatsausgaben.
28. Februar 2005
Über 800 Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Therapeuten sowie Gesundheitsmanager, Verwaltungsfachleute und Politiker treffen sich vom 28. Februar bis 2. März 2005 zum 14. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) in Hannover. Der diesjährige - gemeinsam mit der Landesversicherungsanstalt Hannover und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften ausgerichtete - Kongress steht unter dem Motto "Rehabilitationsforschung in Deutschland - Stand und Perspektiven".
24. Februar 2005
Die deutsche Krankenhauslandschaft steht vor schwer wiegenden Einschnitten: Etwa 25 Prozent der Krankenhäuser werden bis zum Jahr 2020 verschwinden. Von den etwa 2000 Krankenhäusern1 werden nur circa 1.500 Einrichtungen überleben. Die übrigen werden ihr Geschäft entweder aufgeben oder sich zu größeren, konkurrenzfähigen Netzwerken zusammenschließen. Private Gesundheitszentren werden entstehen, deren viel versprechende Renditen Investoren auf den zukünftigen Wachstumsmarkt Gesundheit locken werden. Das sind wesentliche Ergebnisse der aktuellen Studie „Konzentriert. Marktorientiert. Saniert. Gesundheitsversorgung 2020“, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young gestern in Berlin vorgestellt hat.
Weitere Informationen auf den Internetseiten von Ernst&Young.
18. Februar 2005
Das Bundeskabinett hat am 2. Februar 2005 den Gesetzentwurf für das Präventionsgesetz verabschiedet. Der Bundestag berät in erster Lesung am 18. Februar. Am 9. März findet eine Sachverständigenanhörung statt. Auf der Tagesordnung des Bundesrates steht das Gesetz am 18.März.
17. Februar 2005
Mit dem Beschluss, die “Richtlinien über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege“ zu ändern, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Dienstag eine bundeseinheitliche Regelung der GKV-Leistungen für die häusliche Krankenpflege von psychisch kranken Menschen getroffen.
17. Februar 2005
Wiesbaden – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist die Verweildauer der Krankenhauspatienten und -patientinnen weiter gesunken: um 3,3 Prozent, von 9,2 Tagen im Jahr 2002 auf durchschnittlich 8,9 Tage in 2003. Insgesamt gab es 17,3 Millionen Behandlungsfälle, rund 130 000 weniger als im Vorjahr. In den letzten Jahren war diese Zahl kontinuierlich gestiegen.
19. Januar 2005
Berlin – Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am Dienstag (18. Januar) den Beschluss gefasst, die Hyperthermie nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen. Die Behandlungsmethode wurde den nicht anerkannten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zugewiesen und kann somit nicht als ambulante GKV-Leistung erbracht werden.
Weitere Informationen entnehmen Sie der Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses im Download.
30. Dezember 2004
Der Krankenstand ist laut Bundesgesundheitsministerium im Jahr 2004 auf 3,4 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970 gesunken. In 2003 ist er erstmals unter 4 Prozent gesunken und lag im Jahresdurchschnitt bei 3,6 Prozent. In den 70er Jahren lagen die Krankenstände bei über 5 Prozent, in den 80er Jahren zwischen 5,7 und 4,4 Prozent.
22. Dezember 2004
Siegburg – Der Gemeinsame Bundesausschuss kam in seiner Sitzung am 21. Dezember zu zahlreichen Entscheidungen:
27. Dezember 2004
Die Pflegeversicherung soll nach den Worten von Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) spätestens Ende 2006 umfassend reformiert werden. Die Vorbereitungen für die Reform liefen, im zweiten Halbjahr 2005 würden die Ergebnisse der entsprechenden Arbeitsgruppe vorgestellt. Ob vor der Wahl im September 2006 noch etwas passiere, hänge davon ab, ob es Signale für eine gemeinsame Reform aus der Opposition gebe.
29. November 2004
Der in der letzten Woche vom Vermittlungsausschuss beschlossene und vom Bundesrat am Freitag gebilligte Kompromiss zum Fallpauschalenänderungsgesetz wird die Ausgaben für die Krankenhausbehandlung in die Höhe treiben. Dies befürchten die Spitzenverbände, nachdem im Vermittlungsausschuss zahlreiche Ausnahmeregelungen bei der Einführung der Fallpauschalen in deutschen Krankenhäusern ab 2005 beschlossen wurden, die Zugeständnisse an Leistungserbringer enthalten.
26. November 2004
Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich am 24. November 2004 auf Änderungen am 2. Fallpauschalenänderungsgesetz verständigt. Die Bundesländer haben sich im Vermittlungsverfahren mit ihrer Forderung durchgesetzt, die Umstellung auf DRGS um zwei Jahre zur strecken.
05. November 2004
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung am 3. November die Festzuschüsse für die Versorgung mit Zahnersatz einschließlich Zahnkronen und Suprakonstruktionen endgültig verabschiedet. Dem Gesetzesauftrag entsprechend haben die Vertragspartner – die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung bzw. der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen e.V. – zuvor die Beträge für die zahnärztlichen und zahntechnischen Regelversorgungen vereinbart und dem Gemeinsamen Bundesausschuss mitgeteilt.
12. Oktober 2004
Die deutschen Krankenhäuser müssen bis Ende dieses Jahres die Abrechnung ihrer Leistungen auf diagnosebezogene Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups - DRGs) umstellen. 167 Krankenhäuser in Niedersachsen rechnen nach Angaben des AOK-Bundesverbandes inzwischen mit DRGs. Das entspricht einer Quote von 92 Prozent. Bundesweit sind es 74 Prozent.
01. Oktober 2004
Der Bundestag beschloss am 1. Oktober umfangreiche Änderungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Statt der mit der Gesundheitsreform vorgesehenen Pauschale für Zahnersatz sollen Versicherte einen Sonderbeitrag entrichten.
Die rot-grüne Mehrheit im Bundestag legte fest, dass gesetzlich Krankenversicherte ab 1. Juli 2005 Zahnersatz und Krankengeld durch einen einkommensabhängigen Sonderbeitrag von 0,9 Beitragspunkten allein - ohne Beteiligung der Arbeitgeber - finanzieren müssen. Gleichzeitig sind die Krankenkassen dazu verpflichtet worden, ihre Beitragssätze in gleicher Größenordnung zu senken.
Um ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen, müssen Kinderlose ab dem nächsten Jahr 0,25 Prozent mehr Pflegebeitrag zahlen. Kinderlosen über 23 Jahre werden demnach ab Januar 1,1 Prozent vom Brutto für die Pflegeversicherung abgezogen. Rentner über 65 Jahren und Bezieher des Arbeitslosengeldes II sind davon ausgenommen.
17. September 2004
Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben sich mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) am Donnerstag in Berlin auf den neuen Fallpauschalenkatalog geeinigt. Für die Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten steht künftig mehr Geld zur Verfügung. Für Routinebehandlungen werden die Pauschalen abgesenkt.
13. September 2004
Pflegekräfte können durch den Einsatz moderner Spracherkennungstechnik bei der Dokumentation 20 Prozent des Zeitaufwandes sparen und haben so mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen. Das ist das Ergebnis eines Modellversuches der AOK Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Firma IBM und fünf Pflegeheimen.
13. September 2004
Viele alte Menschen begehen Selbstmord aus Angst vor einem Leben in Pflegeheimen. Die Senioren befürchteten, entmündigt und entrechtet zu werden. Zu diesem Schluss kommt der Berliner Rechtsmediziner Peter Klostermann im Nachrichtenmagazin Focus.
18. August 2004
Der Aufenthalt für Patienten im Krankenhaus verringert sich kontinuierlich. Das geht aus den Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Im Jahr 2002 wurden insgesamt 17,4 Millionen Patienten stationär behandelt, das sind 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dagegen nahm die durchschnittliche Verweildauer um 1,6 Prozent ab. Sie lag 2002 bei 9,7 Tagen. 1993 hatten die Patienten noch durchschnittlich fast 14 Tage im Krankenhaus bleiben müssen.
17. August 2004
Der Krankenstand erreichte mit 3,6 Prozent im ersten Halbjahr 2004 einen absoluten Tiefstand (4,2 Prozent im ersten Halbjahr 2003). Damit setzte sich der langfristige Trend fort. In den letzten Jahren nahm der Krankenstand kontinuierlich ab: So lagen die jahresdurchschnittlichen Krankenstände im Jahr 2000 noch bei 4,1 Prozent, in 2001 bei 4,0 Prozent und 2002 bei 3,9 Prozent. Im Jahr 2003 lag der Krankenstand bei 3,7 Prozent. Wie der BKK Bundesverband meldet, wurde damit ein Beschäftigter im vergangenen Jahr nur noch durchschnittlich 13,5 Kalendertage krankgeschrieben.
29. Juli 2004
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (28. Juli) dem Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung der Vorschriften zum diagnose-orientierten Fallpauschalensystem für Krankenhäuser und zur Änderung anderer Vorschriften (Zweites Fallpauschalenänderungsgesetz) zugestimmt.
Demnach wird die Umstellungsphase (Konvergenzphase) von tagesgleichen Pflegesätzen zu diagnose-orientierten Fallpauschalen um ein weiteres Jahr (vom 1. Januar 2007 auf den 1. Januar 2008) verlängert. Das gebe den Krankenhäusern noch mehr Zeit und finanzielle Sicherheit bei der Umstellung auf Fallpauschalen und trage besonders auch den Interessen schwer kranker Menschen Rechnung, heißt es als Begründung aus dem Bundesgesundheitsministerium.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze/entwuerfe/Kabinettentwurf_2FPAendG_Internet.pdf
21. Juli 2004
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen „Ratgeber zur gesetzlichen Krankenversicherung“ veröffentlicht. Der Ratgeber liefert auf 120 Seiten Antworten auf die Fragen der Versicherten, gibt Verhaltenstipps und sorgt für einen besseren Durchblick im Gesundheitssystem. Die Leserin und der Leser erfährt alles Wissenswerte zur gesetzlichen Krankenversicherung und zu den Neuerungen der Gesundheitsreform.
21. Juli 2004
Wer als pflegender Angehöriger Entlastung bei der Pflege sucht, kann auf das Angebot so genannter niedrigschwelliger Betreuungsangebote zurückgreifen. Nach dem Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz stellen die Pflegekassen dafür unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 460 Euro im Jahr zur Verfügung.
In Niedersachsen gibt es inzwischen 72 anerkannte Einrichtungen, die eine stundenweise Betreuung anbieten. Eine Liste der Anbieter gibt es unter http://www.niedrigschwellige-betreuungsangebote-nds.de.
15. Juli 2004
Das bisherige Versorgungsniveau bleibt nach Einführung der Festzuschüsse weitestgehend erhalten. Bei der Versorgung mit implantatgestütztem Zahnersatz werden darüber hinaus Versicherten zukünftig, über die derzeitige Regelung hinaus, Leistungsansprüche eingeräumt. Bei Härtefallpatienten wird sichergestellt, dass sie eine zuzahlungsfreie zahnprothetische Versorgung erhalten.
22. Juni 2004
Die Wartezimmer in den Praxen werden leerer, weil Patienten seit Einführung der Praxisgebühr im Januar viel seltener zum Arzt gehen. Der Rückgang der Arztbesuche habe sich im zweiten Quartal fortgesetzt, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Montag in Berlin mit. Aus Sicht der KBV habe sich das Versorgungsniveau trotz der Reform nicht verschlechtert.
21. Juni 2004
Der Krankenstand in den Betrieben ist im ersten Halbjahr 2004 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990 gesunken. Nach einem Bericht der Welt haben die rund 34 Millionen Beschäftigten in Deutschland zwischen Januar und Juni insgesamt 3,4 Prozent der Sollarbeitszeit gefehlt.
16. Juni 2004
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und die GKV-Spitzenverbände einigten sich am 15. Juni in Berlin auf Eckpunkte des künftigen Präventionsgesetzes. Kernpunkt ist die Gründung der Stiftung "Gesundheitsförderung und Prävention", die mit jährlich 50 Millionen Euro ausgestattet werde, teilten das Ministerium und Kassenvertreter mit. Die Kassen können auch künftig entscheiden, welche Modelle oder Programme zur Gesundheitsförderung sie ihren Mitgliedern anbieten.
03. Juni 2004
Die Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sanken im ersten Quartal 2004 im Schnitt um 3,5 Prozent. Besonders rückläufig waren die Kosten für Arzneimittel (minus 15,4 Prozent) und Hilfsmittel (minus 12,1 Prozent). Dagegen legten die Kosten für Zahnersatz um sieben Prozent zu. Diese Zahlen gab das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales bekannt.
26. Mai 2004
Die Ergebnisse der aktuellen Auswertung "Leistungen der Primärprävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung - Dokumentation 2002" aller Krankenkassen durch den Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) werden am 26. Mai 2004 in Berlin präsentiert und mit Experten diskutiert.
26. Mai 2004
Der Krankenstand in Deutschland war 2003 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr Auch im vergangenen Jahr ist der Krankenstand weiter gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der krankheitsbedingten Ausfalltage in den Betrieben im Jahr 2003 um 6,4 Prozent zurück. Dies ist das Ergebnis einer Krankenstandsanalyse durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO).
07. Mai 2004
Gestern entscheid der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung über die Abschaffung des Arztes im Praktikum. Ab Oktober dieses Jahres wird es keine Ärztinnen und Ärzte im Praktikum mehr geben.
27. April 2004
Pflegegeld aus der sozialen Pflegeversicherung kann auch von Pflegeversicherten in den Staaten in Anspruch genommen werden, die zum 1. Mai 2004 der Europäischen Union (EU) beitreten. Darauf machen Krankenkassen im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung aufmerksam. Es sind dann 28 Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes, in die die Pflegekassen für ihre Versicherten monatliche Geldleistungen transferieren können.
22. April 2004
Eine Expertenkommission der Bertelsmann Stiftung und der Hans-Böckler-Stiftung legte einen Bericht zur Betriebliche Gesundheitspolitik vor. Unternehmen in Deutschland kümmern sich nach Ansicht der aus Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammengesetzten Kommission zu wenig um die Gesundheit ihrer Beschäftigten.
19. April 2004
Die Praxisgebühr beim Arzt können sich Millionen Krankenversicherte bald sparen. Allerdings müssen sie sich im Gegenzug verpflichten, immer zuerst zu einem bestimmten Hausarzt zu gehen. Einige große Krankenkassen kündigten am Wochenende so genannte Hausarztmodelle an.
01. April 2004
Der Krankenstand ist im 1. Quartal 2004 auf ein Rekordtief gesunken. Wie das Bundesgesundheitsministerium meldet, ging der Krankenstand im 1. Quartal dieses Jahres gegenüber dem 1. Quartal 2003 erneut um 10 Prozent auf 3,35 Prozent zurück. Das ist das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970.
26. März 2004
Die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt für 2006 angekündigte Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird sich aller Voraussicht nach verzögern. Grund seien logistische Probleme, erklärten die Spitzenverbände von Ärzten und Kassen am Freitag in Köln. Die Vernetzung der Computersysteme von Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Krankenkassen bedürfe einer längeren Vorbereitung.
Die gemeinsame Presseerklärung der Spitzenverbände der Krankenkassen im Download.
Die IBM/ORGA-Planungsstudie zur Einführung der Gesundheitskarte befindet sich im Internet unter www.pkv.de/telematik.
22. März 2004
Die Gesundheitskarte wird zu Beginn den Jahres 2006 eingeführt. Das sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt heute auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Schmidt erwartet durch die Gesundheitskarte bis zu 1 Mrd. Einsparungen. Schon im zweiten Jahr nach der Einführung seien die Kosten wieder reingeholt, sagte die Ministerin.
17. März 2004
Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am Dienstag neue Heilmittel-Richtlinien beschlossen. Damit hat er seinen Beschluss vom Dezember um die vom Bundesgesundheitsministerium geforderten Regelungen ergänzt. Die Neufassung der Richtlinien soll nicht wie ursprünglich vorgesehen zum 1. April, sondern erst am 1. Juli 2004 in Kraft treten.
17. März 2004
Durch die Gesundheitsreform werden nicht-verschreibungspflichtige Medikamente grundsätzlich nicht mehr von den Krankenkassen erstattet. Ausnahmen gibt es lediglich für Kinder und Jugendliche.
Der Gemeinsame Bundesausschuss entschied am Dienstag in Bonn über eine Ausnahmeliste zur Kostenübernahme rezeptfreier Medikamente.
11. März 2004
Die Pflegeversicherung feiert Zehnjähriges. Am 11. März 1994 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung. Seitdem haben die Beitragzahler in Deutschland hierfür rund 55 Mrd. Euro einbezahlt. Pflegeleistungen werden seit dem 1. April 1995 ausgezahlt. Das Sozialgesetzbuch XI sieht vor, dass der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) den Hilfebedarf der Antragsteller zur Einstufung in eine der drei Pflegestufen feststellt.
03. März 2004
Am 1. März tritt eine neue Rechtsverordnung in Kraft. Sie sorgt dafür, dass die Erfassung und Weitergabe von Patientendaten im Rahmen von Disease-Management-Programmen (DMP) für Ärzte künftig unkomplizierter ist.
27. Februar 2004
Ein Ziel der Gesundheitsreform ist es, die Qualität in Arztpraxen auf einheitliches Niveau zu bringen. Dr. Manfred Richter-Reichhelm, Erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) stellte gestern in Berlin das Qualitätsmanagement-Verfahren „Qualität und Entwicklung in Praxen“ vor. Zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen hat die KBV dieses Verfahren speziell für Vertragsärzte und -psychotherapeuten entwickeln.
16. Februar 2004
In Würde alt werden: Die Altenpflege 2004, Europas Leitmesse für die Pflege, greift unter diesem Motto die strukturellen Veränderungen und Entwicklungen auf und präsentiert vom 17. bis 19. Februar 2004 auf dem Messegelände Hannover innovative Produkt- und Dienstleistungsangebote aus allen Pflegebereichen.
05. Februar 2004
Die Auswahl der richtigen Klinik soll künftig einfacher werden. Patienten und Ärzte sollen von 2005 an im Internet Qualitätsberichte von Krankenhäusern abrufen können. Die Krankenkassen dürfen nach einer Art Qualitätsrangliste Empfehlungen geben. Darauf haben sich die Spitzenverbände der Krankenkassen, der Verband der Privaten Krankenversicherung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Bundesärztekammer und der Deutsche Pflegerat vertraglich geeinigt. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) lobte die Vereinbarung.
02. Februar 2004
Nachdem in der letzten Woche verlautete, die Bundesregierung beabsichtige innerhalb der laufenden Legislaturperiode keine Reform der Pflegeversicherung mehr, soll nun doch bis 2006 eine Reform umgesetzt werden.
Nicht nur das BVG-Urteil zur besseren Berücksichtigung der Kindererziehung bei der Pflegeversicherung zwinge zum Handeln, sondern auch die angespannte Finanzlage der Pflegekassen, hieß es aus Unionskreisen. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sprach sich für eine bessere Betreuung Altersverwirrter Menschen aus.
29. Januar 2004
Die Bundesregierung will Teile der geplanten Reform der Pflegeversicherung nicht weiter verfolgen. Dazu zählt auch der Beitragszuschlag für Kinderlose. Vorerst soll nur das Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt werden. Danach müssen Eltern bei den Pflegebeiträgen bis Ende 2004 entlastet werden.
16. Januar 2004
Kassen- und Ärztevertreter haben weitere Details zur Umsetzung der Gesundheitsreform geklärt. Dazu gehören Fragen der Fahrkostenübernahme, Praxisgebühr und Chronikerdefinition.
09. Januar 2004
Eine Woche nach dem Start der Gesundheitsreform müssen offenbar Details präzisiert werden. Möglicherweise braucht künftig nur ein Teil der Ruheständler auf Betriebsrenten und Direktversicherungen höhere Beiträge zur Krankenversicherung zu zahlen. Auch bei der Praxisgebühr sind einzelne Änderungen geplant.
30. Dezember 2003
Krankenstand ist im Jahre 2003 auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970 gesunken.
30. Dezember 2003
Das Bundessozialmministerium hat einem „Spiegel“-Bericht widersprochen, wonach Bürger künftig stärker für die Pflegekosten ihrer Angehörigen aufkommen müssen. Der "Spiegel"-Bericht beziehe sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach zur Finanzierung von Pflegeleistungen im Einzelfall auch Ersparnisse von Schwiegersöhnen und -töchtern angegriffen werden können, sagte Staatssekretärin Marion Caspers-Merk am Montag in der Presse in Berlin. "Es hat nichts mit den Plänen zu tun, die wir im Moment bei der Pflegeversicherung verfolgen."
29. Dezember 2003
Kinderlose, aber auch Eltern, deren Kindern bereits aus dem Haus sind, sollen künftig einen pauschalen Beitragszuschlag in Höhe von 2,50 Euro zur Pflegeversicherung zahlen. Einschnitte sind auch für Angehörige von Pflegebedürftigen vorgesehen.
22. Dezember 2003
Zum ersten Mal werden in Deutschland die Anforderungen an die soziale Betreuung und die hauswirtschaftliche Versorgung in Pflegeheimen in Qualitätsmaßstäben definiert. Sie präzisieren darüber hinaus die Qualitätsanforderungen an Pflegeheime und das Verfahren zur Qualitätssicherung. Darauf haben sich die Spitzenverbände der Pflegekassen am 16. Dezember 2003 mit den Spitzenorganisationen der freien Wohlfahrtspflege und den privaten Pflegeheimträgern verständigt.
06. November 2003
Der Arzt im Praktikum (AiP) wird zum 1. Oktober 2004 abgeschafft. Damit werden die Ausbildungszeiten für Doktoren künftig deutlich kürzer. Medizin-Absolventen können gleich als Assistenzärzte im Krankenhaus beginnen und damit auch mehr Geld verdienen. Die Neuregelung soll bereits ab 1. Oktober 2004 beginnen.
22. Oktober 2003
Kinderlose Arbeitnehmer sollen bei der Pflegeversicherung offenbar stärker belastet werden. Vorgesehen ist nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ein "einkommensabhängig gestaffelter Beitragszuschlag.“ Mehrere Zeitungen berufen sich auf ein Eckpunktepapier des Bundesministerims für Gesundheit und Soziale Sicherung. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Thea Dückert, nannte im Morgenmagazin Beiträge zwischen einem und drei Euro im Monat. Pflegeleistungen sollen für Demenzkranke durch einen pauschalen Zeitzuschlag von 30 Minuten täglich verbessert werden.
21. Oktober 2003
Die krankheitsbedingten Fehlzeiten deutscher Arbeitnehmer sind einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ zufolge in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen.
Wegen Krankheit fehlten Arbeitnehmer zwischen Januar und September im Durchschnitt 5,8 Arbeitstage oder 3,58 Prozent der Sollarbeitszeit. Das meldet "Die Welt" unter Berufung auf Statistiken des Bundessozialministeriums. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeute dies ein Rückgang um 11,2 Prozent. Arbeitnehmer in Westdeutschland fehlten nach der Statistik seltener als ihre Kollegen im Osten.
Im Download: Krankenstand der GKV-Pflichtmitglieder Stand 14.10.2003.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung.
18. Oktober 2003
Die Gesundheitsreform kann zum Jahreswechsel in Kraft treten. Auch der Bundesrat billigte am Freitag den Kompromiss von Koalition und Union. Auf die Patienten kommen damit ab 1. Januar 2004 vermehrte Zuzahlungen sowie eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zu. Beschlossene Sache ist auch die Erhöhung der Tabaksteuer um insgesamt einen Euro pro Packung.
Die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung sollen bereits im nächsten Jahr von durchschnittlich 14,3 Prozent auf 13,6 Prozent und bis 2006 deutlich 13 Prozent sinken.
Die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick im Dowmload.
15. Oktober 2003
Berlin – Alle Menschen sollen selbständig bleiben, so lange es geht. Häusliche Pflege müsse gefördert und mit der stationären Pflege besser verzahnt werden. Dafür plädierten Experten des vom Bundesfamilienministeriums und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Dienstag in Berlin einberufenen „Runden Tisches“ zur Verbesserung der Pflegequalität.
15. Oktober 2003
Berlin – Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) will in den nächsten Tagen Eckpunkte für eine Reform der Pflegeversicherung vorlegen. Das gab die Ministerin am Dienstag in Berlin bekannt. Bereits auf der Rentenklausur von Rot-Grün an diesem Sonntag im Kanzleramt werde sie Vorschläge zur Pflegeversicherung unterbreiten. Die Öffentlichkeit werde über die Eckpunkte in der kommenden Woche informiert.
26. September 2003
Düsseldorf - Demenz nimmt mit steigendem Alter zu: In Deutschland leiden rund 950.000 Menschen an mittelschwerer und schwer ausgeprägter Demenz. Bis zum Jahr 2050 wird aufgrund der demografischen Entwicklung sowie der steigenden Lebenserwartung mit insgesamt über 2 Millionen Demenzkranken gerechnet. Die Reform der Pflegeversicherung soll zu einer deutlich besseren Versorgung auch der Demenzkrankenführen, forderte MDS-Geschäftsführer Dr. Peter Pick auf der Tagung des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.
01. Oktober 2003
Berlin – Die Herzog-Kommission schlägt einen radikalen Umbau der Kranken- und Pflegeversicherung vor. Altbundespräsident Roman Herzog warnte am Dienstag bei der Vorstellung der Vorschläge: Die Systeme stünden „wirklich auf der Kippe.“
Die wichtigsten Vorschläge zur Kranken- und Pflegeversicherung:
26. September 2003
Berlin - Heute hat der Deutsche Bundestag nach der abschließenden 2. und 3. Lesung das von den Regierungsfraktionen und der CDU/CSU-Opposition erarbeitete Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungs-gesetz - GMG) beschlossen. Nach der Beratung im Bundesrat am 17. Oktober kann das GMG am 01.01.2004 in Kraft treten.
15. September 2003
Berlin - Das Bundeswirtschaftsministerium soll künftig mit einer einfachen Verordnung allein die Kriterien festlegen, welche Arbeitslosenhilfe- oder Sozialhilfeempfänger als erwerbsfähig einzustufen sind. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung.
10. September 2003
Luxemburg – Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs wird überlangen Bereitschaftsdiensten von Klinikärzten ein Ende gesetzt. Die Richter entschieden, dass Bereitschaftsdienst von Ärzten in deutschen Krankenhäusern als Arbeits- und nicht als Ruhezeit zu gelten habe. Der Bereitschaftsdienst sei auch dann Arbeitszeit, „wenn der Arzt sich in der Zeit, in der er nicht in Anspruch genommen wird, an der Arbeitsstelle ausruhen darf“. Mit der bisherigen Regelung verstoße Deutschland gegen eine EU-Richtlinie, stellten die Richter klar.
08. September 2003
Berlin – Seit Donnerstag (04.09.) liegt ein neuer DRG-Katalog vor, der ab 2004 gültig sein soll. Nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium wurden die meisten Fallpauschalen neu entwickelt.
Medizinische Leistungen differenzierter beschrieben
Der zu Grunde liegende australische Katalog war offensichtlich nicht in dem Maße auf Deutschland übertragbar wie erhofft. Der nun von der Bundesregierung vorgelegte Katalog soll mehr auf das deutsche Versorgungssystem zugeschnitten sein. Statt 664 stünden nun 802 Abrechnungspositionen zur Verfügung. Nach Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums wurden die medizinischen Leistungen differenzierter beschrieben und kalkuliert. Die Kostenhomogenität der einzelnen DRGs sei wesentlich gestiegen. Weil mehr Krankenhäuser und besonders Universitätskliniken an den Kalkulationen teilgenommen haben, seien die Bewertungsrelationen treffsicherer geworden.
Mit dem neuen Katalog stehen für die neonatologischen Leistungen (Neugeborene) im neuen Katalog insgesamt 38 abrechenbare Fallpauschalen zur Verfügung, das heißt 14 mehr als bisher. Dieses Beispiel mache deutlich, dass auf die jeweiligen Leistungen genauer zugeschnittene Fallpauschalen zur Anwendung kommen. Auch für andere Leistungsbereiche konnten differenziertere DRG vorgegeben werden. Dies gilt zum Beispiel für die Bereiche Intensivtherapie (Langzeitbeatmung), Onkologie, Frührehabilitation, Geriatrie, Pädiatrie, Kinderherzchirurgie, Multiple Sklerose, Rheuma und Unfallchirurgie, AIDS/HIV, Dermatologie sowie Epilepsiezentren. Erstmals enthält der DRG-Fallpauschalen-Katalog auch die Leistungen der Transplantationsmedizin.
Abrechnungsbestimmungen für Entgelte
Der Verordnungsentwurf enthält auch die Abrechnungsbestimmungen für die Entgelte. Neu sind dabei Regelungen zur mehrfachen Aufnahme (Wiederaufnahme) von Patienten in ein Krankenhaus sowie zur Schnittstelle von vollstationären Leistungen zu nachfolgenden teilstationären Leistungen.
08. September 2003
Siegburg - Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen begrüßen die Weiterentwicklung der Integrierten Versorgung, wie in der Gesundheitseform vorgesehen. Das Überwinden von sektoralen Grenzen in der medizinischen Versorgung sei ein Pluspunkt der jetzigen Gesundheitsreform, so die Spitzenverbände. Bisher sei die Umsetzung der integrierten Versorgung durch fehlende Anreize für alle Beteiligten erheblich erschwert worden. Deshalb müsse in Zukunft das Geld der Leistung folgen. Mit der neuen Regelung sei ein erster Schritt in diese Richtung gesetzt.
Ärzte und Krankenhäuser sind gefordert
Nun käme es aber darauf an, dass die vorgesehene Regelung auch tatsächlich umgesetzt würde. Ärzte und Krankenhäuser müssten jetzt ihren Beitrag zur Umsetzung der integrierten Versorgung leisten, indem sie die festen Budgetanteile von einem Prozent für die vernetzte Versorgung zur Verfügung stellen, fordern die Spitzenverbände. Nur dann könne es tatsächlich gelingen, die starren Sektoren aufzubrechen. Vor allem die Patienten profitierten von einer engeren und reibungsloseren Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern, betonen die Spitzenverbände.
08. September 2003
Berlin - Der jetzt endgültige Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform soll am Montag in den Fraktionen beraten und am Dienstag in erster Lesung im Bundestag behandelt werden. Die Neuregelung beim Zahnersatz war einer der am stärksten umstrittenen Punkte des Gesetzes. Hier soll es künftig einen "befundorientierten Festzuschuss" in Höhe von 50 Prozent geben.
Bis zuletzt war zwischen Union und Koalition darum gerungen worden, wie Regelungen zum Zahnersatz aussehen sollen, dessen Kosten von 2005 an von den Versicherten allein getragen werden sollen. Die Spitzenverbände der Krankenkassen sollen sich dem Entwurf zufolge auf einen Tarif für die Sicherung des Zahnersatzes einigen, der dann für alle gesetzlichen Kassen gilt.
Wer seine Zähne gründlich pflegt, soll belohnt werden. Gesetzlich Krankenversicherte können künftig bis zu 80 Prozent der Kosten für Zahnersatz bei nachweislich langjähriger Pflege erstattet bekommen. Die Standards für die Zuschüsse werden noch festgelegt. Der Zuschuss erhöht sich laut Gesetzentwurf um 20 Prozentpunkte "für eigene Bemühungen zur Gesundhaltung der Zähne" und um weitere zehn Prozentpunkte, wenn der Versicherte in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig beim Zahnarzt war und dies in seinem Bonusheft dokumentiert hat. Wer nicht fünf Jahre vor der Behandlung regelmäßig beim Zahnarzt war, geht bei den Zuschlägen leer aus.
Darüber hinaus änderten die Vertreter von SPD, Union und Grünen auch die ursprünglichen Pläne zur Zuzahlung für Leistungen der häuslichen Krankenpflege. So soll die Zuzahlung auf maximal 28 Tage begrenzt werden.
Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte nach Agenturmeldungen die Abschaffung des Arztes im Praktikum.
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