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News-Archiv 2003 bis 2006

Spitzenverbände installieren Innovations- management

22. Dezember 2006

Siegburg/Bergisch-Gladbach/Essen. Die Spitzenverbände der Gesetzlichen Krankenversicherung haben den Aufbau eines GKV-eigenen Innovationsmanagements beschlossen, in das der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) eng eingebunden ist. Damit wollen die Spitzenverbände im Vorfeld ihrer Mitverantwortung, im Gemeinsamen Bundesausschuss Innovationen im Gesundheitswesen einer kontinuierlichen und frühzeitigen Überprüfung zu unterziehen, gerecht werden. Ziel ist es zum einen, diejenigen Innovationen im Gesundheitssystem, die voraussichtlich mit einem Vorteil für die Patienten einhergehen, den Versicherten schneller als bisher zur Verfügung zu stellen. Zum anderen soll ebenfalls möglichst frühzeitig klargestellt werden, dass unwirksame, schädliche oder unwirtschaftliche Verfahren nicht zu Lasten der Patienten angewandt werden dürfen.

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Studie sieht 40 Prozent der Krankenhäuser bis 2020 in Gefahr

24. Januar 2007

Nach einer vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) vorgelegten Studie sind 40 Prozent der Krankenhäuser bis zum Jahr 2020 von der Pleite bedroht. Verhindert werden könnte dies zum einen durch weitere Kostensenkungen, zum anderen durch mehr marktwirtschaftliche Elemente im Krankenhaussektor.

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Zwischenfälle in der Pflege im Internet melden

08. Dezember 2006

Mitarbeiter von Pflegeheimen können ab Frühjahr 2007 anonym im Internet auf Probleme in der Altenpflege aufmerksam machen. Pflegefachkräfte, aber auch Angehörige und Betroffene unter der Internetseite http://www.kritische-ereignisse.de/ auf Missstände hinweisen. Die Internetseite wird vom Kuratorium Deutsche Altershilfe aufgebaut und vom Bundesministerium für Gesundheit mit 570.000 Euro gefördert.

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Start der Entwicklungsprojekte zur Qualitätssicherung in Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation für Mütter/Väter und deren Kinder

20. November 2006

Mit dem Ziel, zukünftig die Qualität der rund 165 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen für Mütter (Väter) und Mütter (Väter) mit Kindern bundesweit einheitlich feststellen und vergleichen zu können, fiel im Oktober 2006 der Startschuss für ein umfangreiches wissenschaftliches Entwicklungsprojekt.

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Länger gesund am Arbeitsplatz

14. November 2006

Die Krankenstände in der deutschen Wirtschaft liegen weiterhin auf sehr geringem Niveau, so der aktuelle Fehlzeiten-Report 2006: Der Krankenstand 2005 hat mit 4,4% (Vorjahr 4,5%) den niedrigsten Wert seit mehr als zehn Jahren erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Fehlzeiten-Report.

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MDK auf der MEDICA

10. November 2006

Erstmals ist in diesem Jahr die MDK-Gemeinschaft mit einem Angebot auf der Medizinmesse MEDICA vom 15. bis 18. November vertreten. Sie präsentiert sich im Rahmen der so genannten Klinikinsel in Halle 7.0 als potenzieller Arbeitgeber für Ärztinnen und Ärzte. Mitarbeiter der MDK-Gemeinschaft beantworten hier Fragen zum Tätigkeitsspektrum im Medizinischen Dienst.

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Pro Kind startet in Niedersachsen

08. November 2006

HANNOVER. Das Projekt Pro Kind startet jetzt nach einer Pilotphase offiziell in den fünf niedersächsischen Kommunen Braunschweig, Celle, Göttingen, Hannover und Wolfsburg. Am Dienstag (7. November) haben Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann und Prof. Christian Pfeiffer für die Stiftung Pro Kind das Projekt in Hannover vorgestellt. „Das ist ein weiterer Baustein zur Unterstützung von Schwangeren und zum Kinderschutz in Niedersachsen“, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann.

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Höhere Festbeträge ersparen Patienten Mehrwertsteuer-Aufschlag

31. Oktober 2006

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung entstehenden Mehrkosten für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Sie haben die Festbeträge für die Medikamente entsprechend angehoben. Damit werden Versicherte durch die Steuererhöhung zum Jahreswechsel nicht zusätzlich belastet.

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Von der Leyen veröffentlicht Bericht über die Situation der Heime in Deutschland

24. Oktober 2006

"Selbstbestimmt, sicher und geborgen zu leben - das wünschen sich ältere Menschen auch noch, wenn sie spüren, dass sie immer mehr auf Hilfe angewiesen sind, um den Alltag in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld zu bewältigen", sagt Bundesseniorenministerin Ursula von der Leyen. Einem Umzug aus ihrem privaten Umfeld in ein Heim sehen ältere Menschen häufig aus Sorgen um einen möglichen Verlust von Privatsphäre und Lebensqualität eher skeptisch entgegen. Der erstmals vom Bundesseniorenministerium erstellte Bericht über die Situation der Heime sowie die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner belegt, dass diese Befürchtungen angesichts der heutigen Konzepte stationärer Altenhilfe grundlos sind.

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Ethno-Medizinisches Zentrum in Hannover erhält Zukunftspreis

29. September 2006

Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ) in Hannover hat am 27. September 2006 in Neuss den mit 5.000 Euro dotierten Janssen-Cilag Zukunftspreis 2006 für die Initiative „MiMi – mit Migranten für Migranten“ erhalten. „MiMi“ setzt sich für die Verbesserung von Gesundheitsversorgung und -vorsorge von Familien mit Migrationshintergrund ein.

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Fallpauschalenkatalog 2007 verabschiedet

29. September 2006

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich auf die maßgeblichen Bausteine des Fallpauschalensystems 2007 geeinigt. Kernelement der Fallpauschalenvereinbarung 2007 (FPV 2007) ist der DRG-Fallpauschalen-Katalog (Diagnosis Related Groups), der im Jahr 2007 insgesamt 1.082 verschiedene abrechenbare Fallpauschalen enthält. Damit verfügt der im Vergleich zum Vorjahr überarbeitete und verbesserte Katalog über 128 zusätzliche Fallpauschalen.

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Akteure im Gesundheitswesen in Niedersachsen machen gemeinsam Front gegen Gesundheitsreform

28. September 2006

Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheker und Krankenkassen in Niedersachsen lehnen sich in einer gemeinsam verfassten „Resolution“ gegen die Pläne zur Gesundheitsreform auf. Nach Ansicht dieser Akteure droht eine Verstaatlichung und Vereinheitlichung der Gesundheitsversorgung. „Diese Reform würde das Gesundheitswesen in die Sackgasse einer Zentralverwaltungswirtschaft führen“, heißt es in dem Papier. Von der Bundesregierung wird ein „wirklicher Neuanfang“ bei der Gesundheitsreform gefordert.

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Veranstaltungshinweis: Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen bekämpfen

01. September 2006

Am 7. und 8. November 2006 veranstaltet das Weiterbildungsinstitut IIR Deutschland in Köln das Fachform „Aufklärung von Abrechnungsbetrug“. Experten von gesetzlichen Kassen, privaten Versicherern, der Kassenärztlichen Vereinigung und von Aufsichtsbehörden nehmen Stellung zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und neuen Strategien in der Betrugsprävention und -aufklärung.

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MDS mahnt Pflegereform an

31. August 2006

Die Pflegeversicherung inhaltlich weiterzuentwickeln und ihre Finanzgrundlagen nachhaltig zu stärken, fordert der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS). "Um die Pflegeversicherung ist es in den letzten Monaten bedenklich still geworden. Die Pflegebedürftigen brauchen aber Klarheit über den Zeitpunkt und die Ausgestaltung der Pflege-Reform", mahnte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS, anlässlich der Veranstaltung "Pflegeversicherung auf der Reformagenda – Zielvorstellungen für die Pflege" am 31. August in Berlin.

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Weiter niedrige Krankenstände in Niedersachsen und Bremen

25. August 2006

Der Trend niedriger Krankenstände der letzten Jahre setzt sich auch in den ersten sechs Monaten 2006 fort: Nach Angaben der Betriebskrankenkassen (BKK) weisen die Zahlen für das erste Halbjahr 2006 einen ebenso niedrigen Krankenstand wie im Vorjahreszeitraum auf (2006 und 2005 jeweils 3,5 Prozent). Für das gesamte Jahr 2006 lassen sich somit wieder äußerst geringe Ausfallzeiten der Beschäftigten erwarten.

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BQS-Qualitätsstudie liegt vor

17. August 2006

Die deutschen Krankenhäuser erreichen in den meisten Fällen die Qualitätsziele. Das geht aus der am 16. August 2006 in Berlin veröffentlichen Untersuchung der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) hervor. Für die Studie hatte die BQS 169 Qualitätskriterien in 20 verschiedenen Leistungsbereichen vorgegeben. Zehn Prozent der Qualitätsziele wurden nicht erreicht.

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In Rheinland-Pfalz tauschen AOK und MDK Krankenhausdaten elektronisch aus

07. August 2006

Die AOK und der MDK in Rheinland-Pfalz gaben am 9. Juni 2006 in Ludwigshafen den Startschuss für den elektronischen Datenaustausch im Krankenhaussektor. Begutachtungsaufträge, Gutachten und Sozialmedizinischen Fallberatungen (SFB) können nun ohne Papier übermittelt übermittel werden. Das Verfahren steht allen anderen Krankenkassen und Medizinischen Diensten offen.

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Mit EU-Verordnung sollen Kinderarzneimittel sicherer werden

15. Juni 2006

Auf einer Kinder-Intensivstation sind derzeit bis 80 Prozent der eingesetzten Medikamente nicht für Kinder zugelassen. Studien, die speziell bei Kindern die Wirksamkeit und Sicherheit eines Arzneimittels belegen könnten, existieren nur selten. Häufig bleibt den Ärzten nichts anderes übrig, als Medikamente zu verordnen, die für Kinder nicht speziell geprüft sind. Der IKK-Landesverband Niedersachsen und die Akademie für Sozialmedizin Hannover machten heute (15.Juni) gegenüber der Presse in Hannover deutlich, dass durch eine in diesem Monat vom EU-Parlament verabschiedeten Verordnung Pharmafirmen verpflichtet werden sollen, neue Arzneimittel zukünftig auch an Kindern klinisch zu testen.

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McKinsey: Fallpauschalen bringen jede dritte Klinik in Bedrängnis

02. Mai 2006

Trotz intensiver Sanierungsanstrengungen, erfolgreicher Privatisierungen und einer deutlich verbesserten Wettbewerbsfähigkeit werden viele deutsche Krankenhäuser nicht kostendeckend arbeiten können. Dies betrifft nach neuen Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey etwa ein Drittel der Kliniken. Sie sind selbst angesichts eines teils massiven Bettenabbaus, Umstrukturierung und verbesserter Abläufe auf absehbare Zeit nicht in der Lage, wirtschaftlich zu arbeiten.

Im Download: Die Pressemitteilung zur Studie.

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Akupunktur von Rücken- und Knieschmerzen wird Kassenleistung

19. April 2006

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) fasste am 18. April 2006 den Beschluss, dass gesetzlich versicherte Patienten mit chronischen Rücken- oder Knieschmerzen eine Akupunkturbehandlung als Kassenleistung erhalten können.

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Studie: Zahnersatz-Festzuschuss-System verteuert Zahnersatz

02. März 2006

Das Festzuschuss-System bei Zahnersatzleistungen, das seit Januar 2005 für gesetz­lich Krankenversicherte gilt, hat dazu geführt, dass Zahnärzte vermehrt Leistungen privat abrechnen. Dadurch wird Zahnersatzversorgung für Patienten teurer und Patienten verzichten auf Zahnersatzversorgung. Dies belegt eine heute von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen vorgelegte Studie. Sie wurde bei der „Planungsgruppe M+M AG“ in Hamburg in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen des 2005 eingeführten so genannten befundorientierten Festzuschuss-Systems zu untersuchen.

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Krankenkassen decken 1.100 Betrugsfälle im Gesundheitswesen auf

28. Februar 2006

Die Untersuchungsgruppe „Falschabrechnungen“ von AOK Niedersachsen und mehr als 100 Betriebs-, Innungs- und Landwirtschaftskrankenkassen sowie der Knappschaft hat ihre Arbeit zielstrebig und erfolgreich ausgebaut: Von Januar 2004 bis Dezember 2005 konnten nach einer am Montag (27. Februar) in Hannover vorgelegten Bilanz mehr als 16,24 Millionen Euro unrechtmäßig beanspruchter Gelder von Leistungserbringern im Gesundheitswesen zurückgeholt werden.

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GKV-Spitzenverbände legen Bilanz ihrer Präventionsarbeit vor

22. Februar 2006

Leitfaden zur Qualitätssicherung aktualisiert - 35 Millionen Euro für benachteiligte Zielgruppen

Berlin. Eine positive Bilanz ihrer Präventions- und Gesundheitsförderungsarbeit zogen die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen heute bei ihrer Veranstaltung "Zukunft der Prävention" in Berlin. So erreichten die Krankenkassen im Jahre 2004 mit ihren Präventions- und Gesundheitsförderungsleistungen ca. 3,4 Millionen Versicherte, davon den überwiegenden Teil (2,6 Millionen) im Alltag und ca. 800.000 über gesundheitsbezogene Kurs- und Seminarangebote. Seit der Wiedereinführung der Prävention und Gesundheitsförderung in den GKV-Leistungskatalog im Jahre 2000 steigerten sich die Ausgaben für Prävention im Jahr durchschnittlich um 36 Prozent und erreichten im Jahre 2004 ein Ausgabenvolumen von 148 Millionen Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen appellieren zugleich an die Länder und Gemeinden als Träger von Einrichtungen sowie politisch Verantwortliche, ihre Leistungen auf diesem Feld ebenfalls auszuweiten.

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Neues Gesundheitsportal informiert

16. Februar 2006

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellte im Beisein von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, der Patientenbeauftragten Helga Kühn-Mengel und dem Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Rainer Hess am 14. Februar 2006 in Berlin die neue Internetseite http://www.gesundheitsinformation.de/ vor.

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Krankenstand 2005 erneut auf Rekordtief

03. Januar 2006

Die Deutschen haben sich im Jahr 2005 so selten krank gemeldet wie noch nie seit Einführung der Lohnfortzahlung vor 35 Jahren. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, sank der Krankenstand auf 3,3 Prozent.

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Angst um den Arbeitsplatz gefährdet die Gesundheit

07. Dezember 2005

Fehlzeiten-Report 2005 erschienen /
Schwerpunkt: Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit

Bonn. Wenn Stellen abgebaut werden, hat das nicht nur Konsequenzen für die von Entlassungen betroffenen Mitarbeiter. Personalabbau bringt häufig auch für die im Unternehmen verbleibenden Mitarbeiter Mehrbelastungen mit sich und kann zu einer tiefgreifenden Verunsicherung der Belegschaft führen. Daraus können sich Beeinträchtigungen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten ergeben. Vor allem psychische Beschwerden und Erkrankungen werden durch Ängste vor Arbeitsplatzverlust begünstigt. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Fehlzeiten-Report mit dem Schwerpunktthema Arbeitsplatz-unsicherheit und Gesundheit. Der Report wird vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld herausgegeben und erscheint im wissenschaftlichen Springer-Verlag.

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Kassen warnen vor finanziellen Belastungen für Zahnersatz durch die Privatabrechnung von Zahnärzten

03. November 2005

Erste regionale Auswertung belegt vermehrte Privatabrechnung
Bundesweite Studie soll Ende Dezember Basis liefern für Änderungen der Festzuschuss-Regelungen

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Selbstverwaltung legt Eckpunkte für DRG-System 2006 vor

14. September 2005

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich auf die maßgeblichen Bausteine des Klinik-Fallpauschalensystems 2006 geeinigt.

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Bundesgesundheitsministerium erlässt Richtlinien zur enteralen Ernährung

05. September 2005

Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung hat am 1. September 2005 im Bundesanzeiger bekannt gemacht, in welchen medizinisch notwendigen Fällen Trink- und Sondennahrung - so genannte enterale Ernährung - in der ambulanten Versorgung von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Die Richtlinien treten zum 1. Oktober 2005 in Kraft. Damit haben Ärzte und Krankenkassen ausreichend Zeit, sich mit den neuen Regelungen vertraut zu machen.

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Qualitätsberichte der Regionskrankenhäuser

30. August 2005

Erstmalig sind zugelassene Krankenhäuser sind zur Abgabe eines strukturierten Qualitätsberichts gesetzlich verpflichtet. Alle Interessierten können sich für das Jahr 2004 nun im Internet ein Bild von ihrem Krankenhaus in der Region Hannover machen.

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Heimpflege in Pflegestufe III kostet monatlich über 2675 Euro

03. August 2005

Wiesbaden  - Nach der aktuellen Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes waren Ende 2003 in der höchsten Pflegeklasse (III) für vollstationäre Pflege und Unterbringung im Mittel monatlich 2675 Euro an das Pflegeheim zu entrichten. In der Pflegeklasse II betrug der durchschnittliche monatliche Vergütungssatz 2 250 Euro und in der Pflegeklasse I 1824 Euro. Hinzukommen können jeweils weitere Ausgaben für Zusatzleistungen, zum Beispiel größere oder besser ausgestattete Zimmer und gesondert berechenbare Investitionsaufwendungen der Pflegeheime.

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Arbeitsplatzunsicherheit beeinträchtigt die Gesundheit

02. August 2005

Bonn. Arbeitnehmer aus Betrieben mit Personalabbau klagen im höherem Maße über gesundheitliche Belastungen und Erkrankungen als solche aus Betrieben ohne Personalabbau. Dies ergab eine repräsentative Befragung der Erwerbsbevölkerung durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) zum Zusammenhang von Arbeitsplatzunsicherheit und Gesundheit.

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Bundessozialgericht schafft Wahlrecht für Pflegeversicherte

29. Juli 2005

Nach einem Grundsatzurteil des Bundessozialgerichts (BSG) haben Pflegebedürftige die Wahl, ob für Behandlungspflege, die in einem engen Zusammenhang mit der Grundpflege steht, die Pflege- oder die Krankenkassen zuständig sein sollen.
Mit diesem Grundsatzurteil, dessen Leitsätze erst in Kürze veröffentlicht werden, hat das Bundessozialgericht in Kassel einen jahrelangen Streit beendet, der sich vor allem über die Kostenübernahme zum Anlegen von Stützstrümpfen drehte.

Urteil des Bundessozialgerichtes Az: B 3 KR 8/04 R und B 3 KR 9/04 R.

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Richtlinie zur Enteralen Ernährung bleibt unverändert

21. Juli 2005

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) befasste sich am Dienstag mit der Beanstandung des Beschlusses zur „Enteralen Ernährung“ durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS). Nach Auffassung des Gemeinsamen Bundesausschusses war diese Beanstandung bei allen Beteiligten auf Unverständnis und Widerspruch gestoßen, da sie im krassen Widerspruch zur intensiven gemeinsamen Vorarbeit stand. Der G-BA kam nun zu dem Ergebnis, dass eine Anpassung der Richtlinien an die Vorgaben des BMGS nicht erfolgen kann.

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14. Änderungsgesetz zum Arzneimittelgesetz

11. Juli 2005

Die 14. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) kann in Kraft treten. Der Bundesrat hat am 8. Juli 2005 der Neuregelung zugestimmt. Am 16. Juni hatte der Bundestag das Gesetz, das auch Änderungen im Heilmittelwerbegesetz beinhaltet, verabschiedet.

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Krankenstand 2004 fällt auf Tiefstand

21. Juni 2005

Der Krankenstand in Deutschland ist 2004 auf ein Rekordtief gesunken. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) fiel er 2004 auf 3,4 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970.

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BQS veröffentlicht Qualitätsindikatoren

06. Juni 2005

Woran kann die Qualität der medizinischen Versorgung festgemacht werden? Darauf will die Bundesgeschäftsstelle Qualitätsmanagement (BQS) mit einer umfassenden Darstellung von medizinischen und pflegerischen Qualitätsindikatoren Antworten geben. Eine Dokumentation steht jetzt im Internet unter http://www.bqs-qualitaetsindikatoren.de.

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Bundesrat lehnt Präventionsgesetz ab

30. Mai 2005

Berlin - Der Bundesrat hat am 27. Mai 2005 mit der Mehrheit der unionsregierten Länder das Präventionsgesetz abgelehnt und den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat angerufen. Um das Gesetz noch vor einer vorgezogenen Neuwahl des Bundestags im September zu verabschieden, muss der Vermittlungsauschuss in den nächsten Wochen einen Kompromiss finden.

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Mehr Transparenz im Heilmittelbereich / Krankenkassen führen Quartalsberichte ein

14. April 2005

Mit einem neuen Informationssystem haben die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen die maßgebliche Voraussetzung geschaffen, um mehr Transparenz in den Heilmittelbereich zu bringen. Mit nunmehr quartalsweise vorgelegten Berichten über die Ausgaben- und Mengenentwicklung von Heilmitteln werde den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und den Krankenkassen das Handwerkszeug gegeben, um das Verordnungsverhalten zielgerichtet zu analysieren, Fehlentwicklungen zu erkennen und gegebenenfalls zu reagieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Spitzenverbände.
 

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Pflegeversicherung in 2004 erneut im Defizit

17. März 2005

Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit hat die Pflegeversicherung das Jahr 2004 mit einem Defizit von 820 Millionen Euro abgeschlossen. Einnahmen in Höhe von rund 16,9 Mrd. Euro standen Ausgaben von rund 17,7 Mrd. Euro gegenüber. Die Rücklage beläuft sich auf 3,4 Mrd. Euro (Ende 2003: 4,2 Mrd. Euro), das entspricht rund 2,3 Monatsausgaben.

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Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium in Hannover

28. Februar 2005

Über 800 Wissenschaftler, Ärzte, Psychologen und Therapeuten sowie Gesundheitsmanager, Verwaltungsfachleute und Politiker treffen sich vom 28. Februar bis 2. März 2005 zum 14. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) in Hannover. Der diesjährige - gemeinsam mit der Landesversicherungsanstalt Hannover und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften ausgerichtete - Kongress steht unter dem Motto "Rehabilitationsforschung in Deutschland - Stand und Perspektiven". 

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Studie: Jedes vierte Krankenhaus muss schließen

24. Februar 2005

Die deutsche Krankenhauslandschaft steht vor schwer wiegenden Einschnitten: Etwa 25 Prozent der Krankenhäuser werden bis zum Jahr 2020 verschwinden. Von den etwa 2000 Krankenhäusern1 werden nur circa 1.500 Einrichtungen überleben. Die übrigen werden ihr Geschäft entweder aufgeben oder sich zu größeren, konkurrenzfähigen Netzwerken zusammenschließen. Private Gesundheitszentren werden entstehen, deren viel versprechende Renditen Investoren auf den zukünftigen Wachstumsmarkt Gesundheit locken werden. Das sind wesentliche Ergebnisse der aktuellen Studie „Konzentriert. Marktorientiert. Saniert. Gesundheitsversorgung 2020“, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young gestern in Berlin vorgestellt hat.

Weitere Informationen auf den Internetseiten von Ernst&Young.

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Fahrplan zum Präventionsgesetz/Beratung im Bundestag

18. Februar 2005

Das Bundeskabinett hat am 2. Februar 2005 den Gesetzentwurf für das Präventionsgesetz verabschiedet. Der Bundestag berät in erster Lesung am 18. Februar. Am 9. März findet eine Sachverständigenanhörung statt. Auf der Tagesordnung des Bundesrates steht das Gesetz am 18.März.

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Ambulante psychiatrische Krankenpflege nun bundeseinheitlich geregelt

17. Februar 2005

Mit dem Beschluss, die “Richtlinien über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege“ zu ändern, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Dienstag eine bundeseinheitliche Regelung der GKV-Leistungen für die häusliche Krankenpflege von psychisch kranken Menschen getroffen.

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Patienten liegen kürzer im Krankenhaus

17. Februar 2005

Wiesbaden – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist die Verweildauer der Krankenhauspatienten und -patientinnen weiter gesunken: um 3,3 Prozent, von 9,2 Tagen im Jahr 2002 auf durchschnittlich 8,9 Tage in 2003. Insgesamt gab es 17,3 Millionen Behandlungsfälle, rund 130 000 weniger als im Vorjahr. In den letzten Jahren war diese Zahl kontinuierlich gestiegen.

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Hyperthermie wird keine Kassenleistung

19. Januar 2005

Berlin – Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am Dienstag (18. Januar) den Beschluss gefasst, die Hyperthermie nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen. Die Behandlungsmethode wurde den nicht anerkannten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zugewiesen und kann somit nicht als ambulante GKV-Leistung erbracht werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Pressemitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses im Download.

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Historisch niedriger Krankenstand senkt Lohnkosten

30. Dezember 2004

Der Krankenstand ist laut Bundesgesundheitsministerium im Jahr 2004 auf 3,4 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970 gesunken. In 2003 ist er erstmals unter 4 Prozent gesunken und lag im Jahresdurchschnitt bei 3,6 Prozent. In den 70er Jahren lagen die Krankenstände bei über 5 Prozent, in den 80er Jahren zwischen 5,7 und 4,4 Prozent.

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Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses

22. Dezember 2004

Siegburg – Der Gemeinsame Bundesausschuss kam in seiner Sitzung am 21. Dezember zu zahlreichen Entscheidungen:

  • Richtlinie zur ambulanten Behandlung im Krankenhaus
  • Hyperbare Sauerstofftherapie bei Schädelhirntrauma – künftig keine Kassenleitung mehr
  • Konkretisierung und Erweiterung der OTC-Übersicht
  • Erweitertes Neugeborenen-Screening (TMS) zur Früherkennung von Krankendheiten – wird Kassenleistung
  • Beschluss zum Generalauftrag für das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.

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Schmidt plant Pflegereform bis spätestens Ende 2006

27. Dezember 2004

Die Pflegeversicherung soll nach den Worten von Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) spätestens Ende 2006 umfassend reformiert werden. Die Vorbereitungen für die Reform liefen, im zweiten Halbjahr 2005 würden die Ergebnisse der entsprechenden Arbeitsgruppe vorgestellt. Ob vor der Wahl im September 2006 noch etwas passiere, hänge davon ab, ob es Signale für eine gemeinsame Reform aus der Opposition gebe.


 

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Kassen: Zugeständnisse an Krankenhäuser wirken kostentreibend

29. November 2004

Der in der letzten Woche vom Vermittlungsausschuss beschlossene und vom Bundesrat am Freitag gebilligte Kompromiss zum Fallpauschalenänderungsgesetz wird die Ausgaben für die Krankenhausbehandlung in die Höhe treiben. Dies befürchten die Spitzenverbände, nachdem im Vermittlungsausschuss zahlreiche Ausnahmeregelungen bei der Einführung der Fallpauschalen in deutschen Krankenhäusern ab 2005 beschlossen wurden, die Zugeständnisse an Leistungserbringer enthalten.

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Vermittlungsausschuss verständigt sich auf Änderungen zu Fallpauschalengesetz / Beratung im Bundesrat

26. November 2004

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat sich am 24. November 2004 auf Änderungen am 2. Fallpauschalenänderungsgesetz verständigt. Die Bundesländer haben sich im Vermittlungsverfahren mit ihrer Forderung durchgesetzt, die Umstellung auf DRGS um zwei Jahre zur strecken.

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Gemeinsamer Bundeszuschuss verabschiedet Festzuschüsse für Zahnersatz

05. November 2004

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung am 3. November die Festzuschüsse für die Versorgung mit Zahnersatz einschließlich Zahnkronen und Suprakonstruktionen endgültig verabschiedet. Dem Gesetzesauftrag entsprechend haben die Vertragspartner – die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung bzw. der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen e.V. – zuvor die Beträge für die zahnärztlichen und zahntechnischen Regelversorgungen vereinbart und dem Gemeinsamen Bundesausschuss mitgeteilt.

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Fallpauschalen: 167 Krankenhäuser in Niedersachsen umgestiegen

12. Oktober 2004

Die deutschen Krankenhäuser müssen bis Ende dieses Jahres die Abrechnung ihrer Leistungen auf diagnosebezogene Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups - DRGs) umstellen. 167 Krankenhäuser in Niedersachsen rechnen nach Angaben des AOK-Bundesverbandes inzwischen mit DRGs. Das entspricht einer Quote von 92 Prozent. Bundesweit sind es 74 Prozent.

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Bundestag verabschiedet Zahnersatz- und Pflegebeitrag

01. Oktober 2004

Der Bundestag beschloss am 1. Oktober umfangreiche Änderungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Statt der mit der Gesundheitsreform vorgesehenen Pauschale für Zahnersatz sollen Versicherte einen Sonderbeitrag entrichten.

Die rot-grüne Mehrheit im Bundestag legte fest, dass gesetzlich Krankenversicherte ab 1. Juli 2005 Zahnersatz und Krankengeld durch einen einkommensabhängigen Sonderbeitrag von 0,9 Beitragspunkten allein - ohne Beteiligung der Arbeitgeber - finanzieren müssen. Gleichzeitig sind die Krankenkassen dazu verpflichtet worden, ihre Beitragssätze in gleicher Größenordnung zu senken.

Um ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umzusetzen, müssen Kinderlose ab dem nächsten Jahr 0,25 Prozent mehr Pflegebeitrag zahlen. Kinderlosen über 23 Jahre werden demnach ab Januar 1,1 Prozent vom Brutto für die Pflegeversicherung abgezogen. Rentner über 65 Jahren und Bezieher des Arbeitslosengeldes II sind davon ausgenommen.
 


 

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Fallpauschalen: Mehr Geld für Intensivbehandlungen / Veränderungen der Fallgruppen

17. September 2004

Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben sich mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) am Donnerstag in Berlin auf den neuen Fallpauschalenkatalog geeinigt. Für die Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten steht künftig mehr Geld zur Verfügung. Für Routinebehandlungen werden die Pauschalen abgesenkt.

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Mit Spracherkennung Zeit am Pflegebett sparen

13. September 2004

Pflegekräfte können durch den Einsatz moderner Spracherkennungstechnik bei der Dokumentation 20 Prozent des Zeitaufwandes sparen und haben so mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen. Das ist das Ergebnis eines Modellversuches der AOK Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Firma IBM und fünf Pflegeheimen.

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Studie: Selbstmord aus Angst vor dem Pflegeheim

13. September 2004

Viele alte Menschen begehen Selbstmord aus Angst vor einem Leben in Pflegeheimen. Die Senioren befürchteten, entmündigt und entrechtet zu werden. Zu diesem Schluss kommt der Berliner Rechtsmediziner Peter Klostermann im Nachrichtenmagazin Focus.

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Krankenhausaufenthalt immer kürzer

18. August 2004

Der Aufenthalt für Patienten im Krankenhaus verringert sich kontinuierlich. Das geht aus den Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Im Jahr 2002 wurden insgesamt 17,4 Millionen Patienten stationär behandelt, das sind 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Dagegen nahm die durchschnittliche Verweildauer um 1,6 Prozent ab. Sie lag 2002 bei 9,7 Tagen. 1993 hatten die Patienten noch durchschnittlich fast 14 Tage im Krankenhaus bleiben müssen.

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Krankenstand wieder auf Rekordtief – mehr psychische Erkrankungen

17. August 2004

Der Krankenstand erreichte mit 3,6 Prozent im ersten Halbjahr 2004 einen absoluten Tiefstand (4,2 Prozent im ersten Halbjahr 2003). Damit setzte sich der langfristige Trend fort. In den letzten Jahren nahm der Krankenstand kontinuierlich ab: So lagen die jahresdurchschnittlichen Krankenstände im Jahr 2000 noch bei 4,1 Prozent, in 2001 bei 4,0 Prozent und 2002 bei 3,9 Prozent. Im Jahr 2003 lag der Krankenstand bei 3,7 Prozent. Wie der BKK Bundesverband meldet, wurde damit ein Beschäftigter im vergangenen Jahr nur noch durchschnittlich 13,5 Kalendertage krankgeschrieben.

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Kabinett beschließt Änderungen zum Fallpauschalensystem für Krankenhäuser

29. Juli 2004

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (28. Juli)  dem Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung der Vorschriften zum diagnose-orientierten Fallpauschalensystem für Krankenhäuser und zur Änderung anderer Vorschriften (Zweites Fallpauschalenänderungsgesetz) zugestimmt.

Demnach wird die Umstellungsphase (Konvergenzphase) von tagesgleichen Pflegesätzen zu diagnose-orientierten Fallpauschalen um ein weiteres Jahr (vom 1. Januar 2007 auf den 1. Januar 2008) verlängert. Das gebe den Krankenhäusern noch mehr Zeit und finanzielle Sicherheit bei der Umstellung auf Fallpauschalen und trage besonders auch den Interessen schwer kranker Menschen Rechnung, heißt es als Begründung aus dem Bundesgesundheitsministerium. 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

http://www.bmgs.bund.de/download/gesetze/entwuerfe/Kabinettentwurf_2FPAendG_Internet.pdf

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Neue Ratgeberbroschüre zur gesetzlichen Krankenversicherung

21. Juli 2004

Das Bundesgesundheitsministerium hat einen „Ratgeber zur gesetzlichen Krankenversicherung“ veröffentlicht. Der Ratgeber liefert auf 120 Seiten Antworten auf die Fragen der Versicherten, gibt Verhaltenstipps und sorgt für einen besseren Durchblick im Gesundheitssystem. Die Leserin und der Leser erfährt alles Wissenswerte zur gesetzlichen Krankenversicherung und zu den Neuerungen der Gesundheitsreform.

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Service für pflegende Angehörige: Liste niedrigschwelliger Betreuungsangebote erschienen

21. Juli 2004

Wer als pflegender Angehöriger Entlastung bei der Pflege sucht, kann auf das Angebot so genannter niedrigschwelliger Betreuungsangebote zurückgreifen. Nach dem Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz stellen die Pflegekassen dafür unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 460 Euro im Jahr zur Verfügung.

In Niedersachsen gibt es inzwischen 72 anerkannte Einrichtungen, die eine stundenweise Betreuung anbieten. Eine Liste der Anbieter gibt es unter http://www.niedrigschwellige-betreuungsangebote-nds.de.
 

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Neue Richtlinien für Festzuschüsse bei Zahnersatz vereinbart

15. Juli 2004

Das bisherige Versorgungsniveau bleibt nach Einführung der Festzuschüsse weitestgehend erhalten. Bei der Versorgung mit implantatgestütztem Zahnersatz werden darüber hinaus Versicherten zukünftig, über die derzeitige Regelung hinaus, Leistungsansprüche eingeräumt. Bei Härtefallpatienten wird sichergestellt, dass sie eine zuzahlungsfreie zahnprothetische Versorgung erhalten.

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Patienten gehen weiterhin weniger zum Arzt

22. Juni 2004

Die Wartezimmer in den Praxen werden leerer, weil Patienten seit Einführung der Praxisgebühr im Januar viel seltener zum Arzt gehen. Der Rückgang der Arztbesuche habe sich im zweiten Quartal fortgesetzt, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Montag in Berlin mit. Aus Sicht der KBV habe sich das Versorgungsniveau trotz der Reform nicht verschlechtert.

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Krankenstand seit 1990 auf Rekordtief

21. Juni 2004

Der Krankenstand in den Betrieben ist im ersten Halbjahr 2004 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990 gesunken. Nach einem Bericht der Welt haben die rund 34 Millionen Beschäftigten in Deutschland zwischen Januar und Juni insgesamt 3,4 Prozent der Sollarbeitszeit gefehlt.

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Schmidt mit Kassen über Eckpunkte zu Präventionsgesetz einig

16. Juni 2004

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und die GKV-Spitzenverbände einigten sich am 15. Juni in Berlin auf Eckpunkte des künftigen Präventionsgesetzes. Kernpunkt ist die Gründung der Stiftung "Gesundheitsförderung und Prävention", die mit jährlich 50 Millionen Euro ausgestattet werde, teilten das Ministerium und Kassenvertreter mit. Die Kassen können auch künftig entscheiden, welche Modelle oder Programme zur Gesundheitsförderung sie ihren Mitgliedern anbieten.

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Leistungsausgaben sinken um 3,5 Prozent

03. Juni 2004

Die Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sanken im ersten Quartal 2004 im Schnitt um 3,5 Prozent. Besonders rückläufig waren die Kosten für Arzneimittel (minus 15,4 Prozent) und Hilfsmittel (minus 12,1 Prozent). Dagegen legten die Kosten für Zahnersatz um sieben Prozent zu. Diese Zahlen gab das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales bekannt.

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MDS-Expertengespräch zur Prävention / Schmidt stellt Eckpunkte zum Präventionsgesetz vor

26. Mai 2004

Die Ergebnisse der aktuellen Auswertung "Leistungen der Primärprävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung - Dokumentation 2002" aller Krankenkassen durch den Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der  Krankenkassen (MDS) werden am 26. Mai 2004 in Berlin präsentiert und mit Experten diskutiert.

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Krankenstand sinkt weiter

26. Mai 2004

Der Krankenstand in Deutschland war 2003 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr Auch im vergangenen Jahr ist der Krankenstand weiter gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der krankheitsbedingten Ausfalltage in den Betrieben im Jahr 2003 um 6,4 Prozent zurück. Dies ist das Ergebnis einer Krankenstandsanalyse durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO).

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Arzt im Praktikum wird zum 1. Oktober 2004 abgeschafft

07. Mai 2004

Gestern entscheid der Deutsche Bundestag in 2./3. Lesung über die Abschaffung des Arztes im Praktikum. Ab Oktober dieses Jahres wird es keine Ärztinnen und Ärzte im Praktikum mehr geben.

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Pflegegeld in EU-Beitrittländern / MDK-Begutachtung organisiert

27. April 2004

Pflegegeld aus der sozialen Pflegeversicherung kann auch von Pflegeversicherten in den Staaten in Anspruch genommen werden, die zum 1. Mai 2004 der Europäischen Union (EU) beitreten. Darauf machen Krankenkassen im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung aufmerksam. Es sind dann 28 Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes, in die die Pflegekassen für ihre Versicherten monatliche Geldleistungen transferieren können.

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Bericht „Betriebliche Gesundheitsförderung“ erschienen

22. April 2004

Eine Expertenkommission der Bertelsmann Stiftung und der Hans-Böckler-Stiftung legte einen Bericht zur Betriebliche Gesundheitspolitik vor. Unternehmen in Deutschland kümmern sich nach Ansicht der aus Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammengesetzten Kommission zu wenig um die Gesundheit ihrer Beschäftigten.

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Kassen wollen mit Hausarztmodell Versicherten Praxisgebühr ersparen

19. April 2004

Die Praxisgebühr beim Arzt können sich Millionen Krankenversicherte bald sparen. Allerdings müssen sie sich im Gegenzug verpflichten, immer zuerst zu einem bestimmten Hausarzt zu gehen. Einige große Krankenkassen kündigten am Wochenende so genannte Hausarztmodelle an.

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Krankenstand im ersten Quartal 2004 auf Rekordtief

01. April 2004

Der Krankenstand ist im 1. Quartal 2004 auf ein Rekordtief gesunken. Wie das Bundesgesundheitsministerium meldet, ging der Krankenstand im 1. Quartal dieses Jahres gegenüber dem 1. Quartal 2003 erneut um 10 Prozent auf 3,35 Prozent zurück. Das ist das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970.

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Elektronische Gesundheitskarte kommt wohl erst nach 2006

26. März 2004

Die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt für 2006 angekündigte Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wird sich aller Voraussicht nach verzögern. Grund seien logistische Probleme, erklärten die Spitzenverbände von Ärzten und Kassen am Freitag in Köln. Die Vernetzung der Computersysteme von Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Krankenkassen bedürfe einer längeren Vorbereitung.

Die gemeinsame Presseerklärung der Spitzenverbände der Krankenkassen im Download.

Die IBM/ORGA-Planungsstudie zur Einführung der Gesundheitskarte befindet sich im Internet unter www.pkv.de/telematik.

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Schmidt: „Ziel ist Einführung der Gesundheitskarte zu Beginn 2006“

22. März 2004

Die Gesundheitskarte wird zu Beginn den Jahres 2006 eingeführt. Das sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt heute auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Schmidt erwartet durch die Gesundheitskarte bis zu 1 Mrd. Einsparungen. Schon im zweiten Jahr nach der Einführung seien die Kosten wieder reingeholt, sagte die Ministerin.

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Neue Heilmittel-Richtlinien treten erst im Juli in Kraft

17. März 2004

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am Dienstag neue Heilmittel-Richtlinien beschlossen. Damit hat er seinen Beschluss vom Dezember um die vom Bundesgesundheitsministerium geforderten Regelungen ergänzt. Die Neufassung der Richtlinien soll nicht wie ursprünglich vorgesehen zum 1. April, sondern erst am 1. Juli 2004 in Kraft treten. 

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Bundesausschuss regelt Übernahme rezeptfreier Medikamente

17. März 2004

Durch die Gesundheitsreform werden nicht-verschreibungspflichtige Medikamente grundsätzlich nicht mehr von den Krankenkassen erstattet. Ausnahmen gibt es lediglich für Kinder und Jugendliche. 
Der Gemeinsame Bundesausschuss entschied am Dienstag in Bonn über eine Ausnahmeliste zur Kostenübernahme rezeptfreier Medikamente.

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Pflegeversicherung wird zehn Jahre alt

11. März 2004

Die Pflegeversicherung feiert Zehnjähriges. Am 11. März 1994 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung. Seitdem haben die Beitragzahler in Deutschland hierfür rund 55 Mrd. Euro einbezahlt. Pflegeleistungen werden seit dem 1. April 1995 ausgezahlt. Das Sozialgesetzbuch XI sieht vor, dass der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) den Hilfebedarf der Antragsteller zur Einstufung in eine der drei Pflegestufen feststellt.

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Weniger Bürokratie bei Disease-Management-Programmen

03. März 2004

Am 1. März tritt eine neue Rechtsverordnung in Kraft. Sie sorgt dafür, dass die Erfassung und Weitergabe von Patientendaten im Rahmen von Disease-Management-Programmen (DMP) für Ärzte künftig unkomplizierter ist.

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KBV bringt Qualitätsmanagement für Praxen auf den Weg

27. Februar 2004

Ein Ziel der Gesundheitsreform ist es, die Qualität in Arztpraxen auf einheitliches Niveau zu bringen. Dr. Manfred Richter-Reichhelm, Erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) stellte gestern in Berlin das Qualitätsmanagement-Verfahren „Qualität und Entwicklung in Praxen“ vor. Zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen hat die KBV dieses Verfahren speziell für Vertragsärzte und -psychotherapeuten entwickeln.

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Altenpflege Messe in Hannover

16. Februar 2004

In Würde alt werden: Die Altenpflege 2004, Europas Leitmesse für die Pflege, greift unter diesem Motto die strukturellen Veränderungen und Entwicklungen auf und präsentiert vom 17. bis 19. Februar 2004 auf dem Messegelände Hannover innovative Produkt- und Dienstleistungsangebote aus allen Pflegebereichen.

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Ab 2005 Transparenzberichte zur Qualität der Krankenhäuser

05. Februar 2004

Die Auswahl der richtigen Klinik soll künftig einfacher werden. Patienten und Ärzte sollen von 2005 an im Internet Qualitätsberichte von Krankenhäusern abrufen können. Die Krankenkassen dürfen nach einer Art Qualitätsrangliste Empfehlungen geben. Darauf haben sich die Spitzenverbände der Krankenkassen, der Verband der Privaten Krankenversicherung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Bundesärztekammer und der Deutsche Pflegerat vertraglich geeinigt. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) lobte die Vereinbarung.

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Pflegereform soll bis 2006 kommen

02. Februar 2004

Nachdem in der letzten Woche verlautete, die Bundesregierung beabsichtige innerhalb der laufenden Legislaturperiode keine Reform der Pflegeversicherung mehr, soll nun doch bis 2006 eine Reform umgesetzt werden. 
Nicht nur das BVG-Urteil zur besseren Berücksichtigung der Kindererziehung bei der Pflegeversicherung zwinge zum Handeln, sondern auch die angespannte Finanzlage der Pflegekassen, hieß es aus Unionskreisen. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sprach sich für eine bessere Betreuung Altersverwirrter Menschen aus.

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Regierung stoppt Pflegereform

29. Januar 2004

Die Bundesregierung will Teile der geplanten Reform der Pflegeversicherung nicht weiter verfolgen. Dazu zählt auch der Beitragszuschlag für Kinderlose. Vorerst soll nur das Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt werden. Danach müssen Eltern bei den Pflegebeiträgen bis Ende 2004 entlastet werden.

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Mehr Klarheit bei Praxisgebühr/Einigung bei Chronikern in Sicht

16. Januar 2004

Kassen- und Ärztevertreter haben weitere Details zur Umsetzung der Gesundheitsreform geklärt. Dazu gehören Fragen der Fahrkostenübernahme, Praxisgebühr und Chronikerdefinition.

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Details der Gesundheitsreform werden präzisiert

09. Januar 2004

Eine Woche nach dem Start der Gesundheitsreform müssen offenbar Details präzisiert werden. Möglicherweise braucht künftig nur ein Teil der Ruheständler auf Betriebsrenten und Direktversicherungen höhere Beiträge zur Krankenversicherung zu zahlen. Auch bei der Praxisgebühr sind einzelne Änderungen geplant.

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Krankenstand 2003 auf niedrigstem Niveau: 3,6 Prozent

30. Dezember 2003

Krankenstand ist im Jahre 2003 auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970 gesunken.

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Minsterium weist stärkere Belastung der Angehörigen bei Pflegekosten zurück

30. Dezember 2003

Das Bundessozialmministerium hat einem „Spiegel“-Bericht widersprochen, wonach Bürger künftig stärker für die Pflegekosten ihrer Angehörigen aufkommen müssen. Der "Spiegel"-Bericht beziehe sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach zur Finanzierung von Pflegeleistungen im Einzelfall auch Ersparnisse von Schwiegersöhnen und -töchtern angegriffen werden können, sagte Staatssekretärin Marion Caspers-Merk am Montag in der Presse in Berlin. "Es hat nichts mit den Plänen zu tun, die wir im Moment bei der Pflegeversicherung verfolgen."

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Kinderlose und Verwandte sollen mehr für die Pflege zahlen

29. Dezember 2003

Kinderlose, aber auch Eltern, deren Kindern bereits aus dem Haus sind, sollen künftig einen pauschalen Beitragszuschlag in Höhe von 2,50 Euro zur Pflegeversicherung zahlen. Einschnitte sind auch für Angehörige von Pflegebedürftigen vorgesehen.

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Qualität in Pflegeheimen weiterentwickelt

22. Dezember 2003

Zum ersten Mal werden in Deutschland die Anforderungen an die soziale Betreuung und die hauswirtschaftliche Versorgung in Pflegeheimen in Qualitätsmaßstäben definiert. Sie präzisieren darüber hinaus die Qualitätsanforderungen an Pflegeheime und das Verfahren zur Qualitätssicherung. Darauf haben sich die Spitzenverbände der Pflegekassen am 16. Dezember 2003 mit den Spitzenorganisationen der freien Wohlfahrtspflege und den privaten Pflegeheimträgern verständigt.

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Arzt im Praktikum wird abgeschafft

06. November 2003

Der Arzt im Praktikum (AiP) wird zum 1. Oktober 2004 abgeschafft.  Damit werden die Ausbildungszeiten für Doktoren künftig deutlich kürzer. Medizin-Absolventen können gleich als Assistenzärzte im Krankenhaus beginnen und damit auch mehr Geld verdienen. Die Neuregelung soll bereits ab 1. Oktober 2004 beginnen.

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Kinderlose sollen mehr Pflegebeiträge zahlen / Zeitzuschlag für Demenzkranke

22. Oktober 2003

Kinderlose Arbeitnehmer sollen bei der Pflegeversicherung offenbar stärker belastet werden. Vorgesehen ist nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung ein "einkommensabhängig gestaffelter Beitragszuschlag.“ Mehrere Zeitungen berufen sich auf ein Eckpunktepapier des Bundesministerims für Gesundheit und Soziale Sicherung. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Thea Dückert, nannte im Morgenmagazin Beiträge zwischen einem und drei Euro im Monat. Pflegeleistungen sollen für Demenzkranke durch einen pauschalen Zeitzuschlag von 30 Minuten täglich verbessert werden.

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Krankenstand 2003 sinkt bisher auf Rekordtief

21. Oktober 2003

Die krankheitsbedingten Fehlzeiten deutscher Arbeitnehmer sind einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ zufolge in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen.
Wegen Krankheit fehlten Arbeitnehmer zwischen Januar und September im Durchschnitt 5,8 Arbeitstage oder 3,58 Prozent der Sollarbeitszeit. Das meldet "Die Welt" unter Berufung auf Statistiken des Bundessozialministeriums. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeute dies ein Rückgang um 11,2 Prozent. Arbeitnehmer in Westdeutschland fehlten nach der Statistik seltener als ihre Kollegen im Osten.

Im Download: Krankenstand der GKV-Pflichtmitglieder Stand 14.10.2003.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung.

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Gesundheitsreform tritt zum 1. Januar in Kraft

18. Oktober 2003

Die Gesundheitsreform kann zum Jahreswechsel in Kraft treten. Auch der Bundesrat billigte am Freitag den Kompromiss von Koalition und Union. Auf die Patienten kommen damit ab 1. Januar 2004 vermehrte Zuzahlungen sowie eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zu. Beschlossene Sache ist auch die Erhöhung der Tabaksteuer um insgesamt einen Euro pro Packung.
Die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung sollen bereits im nächsten Jahr von durchschnittlich 14,3 Prozent auf 13,6 Prozent und bis 2006 deutlich 13 Prozent sinken.

Die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick im Dowmload.


 

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Runder Tisch will häusliche Pflege fördern

15. Oktober 2003

Berlin – Alle Menschen sollen selbständig bleiben, so lange es geht. Häusliche Pflege müsse gefördert und mit der stationären Pflege besser verzahnt werden. Dafür plädierten Experten des vom Bundesfamilienministeriums und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Dienstag in Berlin einberufenen „Runden Tisches“ zur Verbesserung der Pflegequalität.

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Schmidt kündigt Änderungen bei der Pflegeversicherung an

15. Oktober 2003

Berlin – Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) will in den nächsten Tagen Eckpunkte für eine Reform der Pflegeversicherung vorlegen. Das gab die Ministerin am Dienstag in Berlin bekannt. Bereits auf der Rentenklausur von Rot-Grün an diesem Sonntag im Kanzleramt werde sie Vorschläge zur Pflegeversicherung unterbreiten. Die Öffentlichkeit werde über die Eckpunkte in der kommenden Woche informiert.

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MDS: Versorgungssituation von Demenzkranken verbessern

26. September 2003

Düsseldorf - Demenz nimmt mit steigendem Alter zu: In Deutschland leiden rund 950.000 Menschen an mittelschwerer und schwer ausgeprägter Demenz. Bis zum Jahr 2050 wird aufgrund der demografischen Entwicklung sowie der steigenden Lebenserwartung mit insgesamt über 2 Millionen Demenzkranken gerechnet. Die Reform der Pflegeversicherung soll zu einer deutlich besseren Versorgung auch der Demenzkrankenführen, forderte MDS-Geschäftsführer Dr. Peter Pick auf der Tagung des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

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Herzog will Systemwechsel in der Kranken- und Pflegeversicherung

01. Oktober 2003

Berlin – Die Herzog-Kommission schlägt einen radikalen Umbau der Kranken- und Pflegeversicherung vor. Altbundespräsident Roman Herzog warnte am Dienstag bei der Vorstellung der Vorschläge: Die Systeme stünden „wirklich auf der Kippe.“

Die wichtigsten Vorschläge zur Kranken- und Pflegeversicherung:

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Bundestag verabschiedet Gesundheitsreform

26. September 2003

Berlin - Heute hat der Deutsche Bundestag nach der abschließenden 2. und 3. Lesung das von den Regierungsfraktionen und der CDU/CSU-Opposition erarbeitete Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Modernisierungs-gesetz - GMG) beschlossen. Nach der Beratung im Bundesrat am 17. Oktober kann das GMG am 01.01.2004 in Kraft treten.

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Arbeitslosen- und Sozialhilfe: MDK für die Einstufung der Erwerbsfähigkeit im Gespräch

15. September 2003

Berlin - Das Bundeswirtschaftsministerium soll künftig mit einer einfachen Verordnung allein die Kriterien festlegen, welche Arbeitslosenhilfe- oder Sozialhilfeempfänger als erwerbsfähig einzustufen sind. Das berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. 

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Kassen: EuGH-Urteil kein Grund für Beitragserhöhungen

10. September 2003

Luxemburg –  Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs wird überlangen Bereitschaftsdiensten von Klinikärzten ein Ende gesetzt.  Die Richter entschieden, dass Bereitschaftsdienst von Ärzten in deutschen Krankenhäusern als Arbeits- und nicht als Ruhezeit zu gelten habe. Der Bereitschaftsdienst sei auch dann Arbeitszeit, „wenn der Arzt sich in der Zeit, in der er nicht in Anspruch genommen wird, an der Arbeitsstelle ausruhen darf“.  Mit der bisherigen Regelung verstoße Deutschland gegen eine EU-Richtlinie, stellten die Richter klar.

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Neuer DRG-Katalog liegt vor

08. September 2003

Berlin – Seit Donnerstag (04.09.) liegt ein neuer DRG-Katalog vor, der ab 2004 gültig sein soll. Nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium wurden die meisten Fallpauschalen neu entwickelt.

Medizinische Leistungen differenzierter beschrieben
Der zu Grunde liegende australische Katalog war offensichtlich nicht in dem Maße auf Deutschland übertragbar wie erhofft. Der nun von der Bundesregierung vorgelegte Katalog soll mehr auf das deutsche Versorgungssystem zugeschnitten sein. Statt 664 stünden nun 802 Abrechnungspositionen zur Verfügung. Nach Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums wurden die medizinischen Leistungen differenzierter beschrieben und kalkuliert. Die Kostenhomogenität der einzelnen DRGs sei wesentlich gestiegen. Weil mehr Krankenhäuser und besonders Universitätskliniken an den Kalkulationen teilgenommen haben, seien die Bewertungsrelationen treffsicherer geworden.

Mit dem neuen Katalog stehen für die neonatologischen Leistungen (Neugeborene) im neuen Katalog insgesamt 38 abrechenbare Fallpauschalen zur Verfügung, das heißt 14 mehr als bisher. Dieses Beispiel mache deutlich, dass auf die jeweiligen Leistungen genauer zugeschnittene Fallpauschalen zur Anwendung kommen. Auch für andere Leistungsbereiche konnten differenziertere DRG vorgegeben werden. Dies gilt zum Beispiel für die Bereiche Intensivtherapie (Langzeitbeatmung), Onkologie, Frührehabilitation, Geriatrie, Pädiatrie, Kinderherzchirurgie, Multiple Sklerose, Rheuma und Unfallchirurgie, AIDS/HIV, Dermatologie sowie Epilepsiezentren. Erstmals enthält der DRG-Fallpauschalen-Katalog auch die Leistungen der Transplantationsmedizin.

Abrechnungsbestimmungen für Entgelte
Der Verordnungsentwurf enthält auch die Abrechnungsbestimmungen für die Entgelte. Neu sind dabei Regelungen zur mehrfachen Aufnahme (Wiederaufnahme) von Patienten in ein Krankenhaus sowie zur Schnittstelle von vollstationären Leistungen zu nachfolgenden teilstationären Leistungen.

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Integrierte Versorgung führt zu mehr Vernetzung und Wettbewerb um Qualität

08. September 2003

Siegburg - Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen begrüßen die Weiterentwicklung der Integrierten Versorgung, wie in der Gesundheitseform vorgesehen. Das Überwinden von sektoralen Grenzen in der medizinischen Versorgung sei ein Pluspunkt der jetzigen Gesundheitsreform, so die Spitzenverbände. Bisher sei die Umsetzung der integrierten Versorgung durch fehlende Anreize für alle Beteiligten erheblich erschwert worden. Deshalb müsse in Zukunft das Geld der Leistung folgen. Mit der neuen Regelung sei ein erster Schritt in diese Richtung gesetzt.

Ärzte und Krankenhäuser sind gefordert
Nun käme es aber darauf an, dass die vorgesehene Regelung auch tatsächlich umgesetzt würde. Ärzte und Krankenhäuser müssten jetzt ihren Beitrag zur Umsetzung der integrierten Versorgung leisten, indem sie die festen Budgetanteile von einem Prozent für die vernetzte Versorgung zur Verfügung stellen, fordern die Spitzenverbände. Nur dann könne es tatsächlich gelingen, die starren Sektoren aufzubrechen. Vor allem die Patienten profitierten von einer engeren und reibungsloseren Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern, betonen die Spitzenverbände.

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Fraktionen beraten Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform

08. September 2003

Berlin - Der jetzt endgültige Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform soll am Montag in den Fraktionen beraten und am Dienstag in erster Lesung im Bundestag behandelt werden. Die Neuregelung beim Zahnersatz war einer der am stärksten umstrittenen Punkte des Gesetzes. Hier soll es künftig einen "befundorientierten  Festzuschuss" in Höhe von 50 Prozent geben.

Bis zuletzt war zwischen Union und Koalition darum gerungen worden, wie Regelungen zum Zahnersatz aussehen sollen, dessen Kosten von 2005 an von den Versicherten allein getragen werden sollen. Die Spitzenverbände der Krankenkassen sollen sich dem Entwurf zufolge auf einen Tarif für die Sicherung des Zahnersatzes einigen, der dann für alle gesetzlichen Kassen gilt.

Wer seine Zähne gründlich pflegt, soll belohnt werden. Gesetzlich Krankenversicherte können künftig bis zu 80 Prozent der Kosten für Zahnersatz bei nachweislich langjähriger Pflege erstattet bekommen. Die Standards für die Zuschüsse werden noch festgelegt. Der Zuschuss erhöht sich laut Gesetzentwurf um 20 Prozentpunkte "für eigene Bemühungen zur Gesundhaltung der Zähne" und um weitere zehn Prozentpunkte, wenn der Versicherte in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig beim Zahnarzt war und dies in seinem Bonusheft dokumentiert hat. Wer nicht fünf Jahre vor der Behandlung regelmäßig beim Zahnarzt war, geht bei den Zuschlägen leer aus.

Darüber hinaus änderten die Vertreter von SPD, Union und Grünen auch die ursprünglichen Pläne zur Zuzahlung für Leistungen der häuslichen Krankenpflege. So soll die Zuzahlung auf maximal 28 Tage begrenzt werden.

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte nach Agenturmeldungen die Abschaffung des Arztes im Praktikum.

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Mediathek

02. Juli 2010
Sucht und Trauma

05. Januar 2010
MDK Newsletter Ausgabe 3.2009





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