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Nationaler Krebsplan: Bessere Früherkennung und Versorgung

Berlin, 17. Juni 2008

Die Krebs-Früherkennungs-Angebote werden noch unzureichende genutzt.
Die Krebs-Früherkennungs-Angebote werden noch unzureichende genutzt.
 

Mit dem Nationalen Krebsplan reagiert die Bundesregierung auf die steigende Anzahl der Krebs-Neuerkrankungen.

Gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren hat das Bundesministerium für Gesundheit am 16. Juni 2008 den Nationalen Krebsplan vorgestellt.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Mehr als 430.000 Menschen erkranken jährlich neu an Krebs. Jeder von uns kennt jemanden mit dieser Diagnose. Viele Krebsarten können Dank verbesserter Diagnostik und Therapie gut behandelt werden, dennoch stehen wir bei der Krebsbekämpfung vor wachsenden Herausforderungen. So wird die Zahl der Neuerkrankungen weiter zunehmen, weil die Menschen länger leben werden und das Krebsrisiko mit höherem Alter steigt. Mit dem Nationalen Krebsplan wollen wir die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiter verbessern, die Früherkennung stärken und die Zusammenarbeit aller Akteure voranbringen.“

Ein zentraler Punkt des Plans ist die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung. So übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ab dem 1. Juli für alle Versicherten ab 35 Jahren das Hautkrebs-Screening. Bisher wurden die Krebs-Früherkennungs-Angebote der GKV nur unzureichend genutzt. 2006 nahmen nur 48 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer die Angebote wahr. Dagegen will die Bundesregierung mit verbesserten Informationsangeboten, stärkeren Anreizen und gut organisierten Einlade- und Erinnerungssystemen angehen.

Weiterhin sieht der Krebsplan eine Verbesserung bei der Versorgung und Qualitätssicherung vor. Geschehen soll das unter anderem mit einer Zertifizierung der Brustkrebszentren. Zwar lassen sich 70 Prozent der Betroffenen in solchen Zentren behandeln, jedoch greifen die restlichen 30 Prozent auf Kliniken zurück, die nur über wenig Erfahrungen in der Behandlung von Brustkrebs verfügen.


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