(21.06.2005)
Der Krankenstand in Deutschland ist 2004 auf ein Rekordtief gesunken. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) fiel er 2004 auf 3,4 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970.
Grund für den Niedrigstand ist nach Angaben von Krankenkassenexperten vor allem die Angst der Arbeitnehmer, den Job zu verlieren. Außerdem gebe es Indizien dafür, dass viele Arbeitnehmer bei leichten Erkrankungen wegen der Praxisgebühr nicht zum Arzt gehen. Im Schnitt waren die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung 13,4 Tage krank geschrieben.
Im Jahr 2003 war der Krankenstand erstmals unter vier Prozent gesunken und hatte im Jahresdurchschnitt bei 3,6 Prozent gelegen. Nach Berechnungen des BMGS soll Arbeitgeber dadurch rund 1,5 Milliarden Euro eingespart haben. In den 70er-Jahren lagen die Krankenstände bei über fünf Prozent, in den 80er Jahren zwischen 5,7 und 4,4 Prozent.
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