Berlin, 02. September 2008
Was, wenn Gesundheit zur Geldfrage wird? Das ist Thema des neuen Gesundheitsportals der Presseagentur Gesundheit in Berlin.
Trotz sehr guter medizinischer Versorgung: Auch hierzulande sind die Ausgaben für Gesundheit begrenzt bei steigender Nachfrage. Absolute Grenzwerte gibt es zwar nicht, aber der Gesetzgeber hat mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, das am 1. April 2007 in Kraft getreten ist, erstmals die Möglichkeit eingeräumt, ein Kosten-Nutzen-Niveau bei Therapien auszuloten. Dahinter steckt die Frage, wie viel die gesetzliche Krankenversicherung für einen bestimmten medizinischen Fortschritt höchstens bezahlt, damit das weitgehend solidarische Finanzierungssystem keinen Schaden nimmt.
Die Presseagentur Gesundheit berichtet seit 2001 über die Verteilungskämpfe im Gesundheitswesen. Bisher geht es dabei vor allem um die Einkünfte der Leistungserbringer: Hausärzte contra Fachärzte, Krankenhäuser gegen ambulante medizinische Versorgung usw. In Zukunft werden vermehrt Patientengruppen die Teilhabe ihres Krankheitsbildes am medizinischen Fortschritt für sich reklamieren.
Das Portal http://www.gerechte-gesundheit.de/ der Presseagentur Gesundheit „möchte es allen Interessierten ermöglichen, die Verteilungsdebatte mit zu verfolgen. Wir wollen die Entscheidungsprozesse transparent machen und alle Akteure in die Lage versetzen, sich an dieser Debatte zu beteiligen, die von allen Seiten eingefordert wird“ sagt Geschäftsführerin Lisa Braun.
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