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Neue Vereinbarung zur Verlegung von Intensivpatienten

Hannover, 07. Mai 2008

Krankentransport Johanniter Unfallhilfe
Krankentransport Johanniter Unfallhilfe
 

Die Verlegung von lebensbedrohlich Verletzten oder Erkrankten in ein anderes Krankenhaus soll für die Patienten in Niedersachsen vorteilhafter verlaufen als bisher.

Wie die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen am Dienstag (7. Mai) mitteilten, stehen dafür so genannte Intensivtransportwagen (ITW) zur Verfügung. Dies sieht ein Vertrag zwischen den Krankenkassen in Niedersachsen, der Landeshauptstadt Hannover und dem Landesverband Nordwest der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung vor. Die Verlegung kann beispielsweise aufgrund einer Intensivtherapie, einer Operation oder spezieller Diagnostik erforderlich sein und wird künftig zentral durch die Regionsleitstelle Hannover koordiniert. Die Transporte übernehmen die Johanniter Unfallhilfe (JUH)  und die Berufsfeuerwehr Hannover. Je ein Fahrzeug der JUH und der Feuerwehr ist in Hannover stationiert, einen  weiteren ITW betreibt die Johanniter Unfallhilfe in Odenburg.

44 niedersächsische Landkreise und kreisfreie Städte haben sich bereit erklärt, die in ihren Rettungsdienstbereichen anfallenden Intensivverlegungen zentral durch diese Organisationen durchführen zu lassen. Dadurch entfällt der Aufbau eigener Kapazitäten.  „Das ist nicht nur wirtschaftlicher für alle Beteiligten, sondern ermöglicht es auch, das jeweils beste  Transportmittel  für die betroffenen Patienten zur Verfügung zu stellen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kassenverbände. Denn je nach Notwendigkeit und medizinischer Indikation wird zukünftig zentral durch speziell ausgebildete Disponenten  - in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten - entschieden, ob ein Intensivtransportwagen oder ein Hubschrauber für die Verlegung eines Patienten eingesetzt werden muss. Die Patienten profitieren darüber hinaus von der umfangreichen intensivmedizinischen Ausstattung an Bord der Intensivtransportwagen sowie von der Begleitung durch speziell für die Intensivverlegung ausgebildete Ärzte und Rettungsassistenten. Durch die Neuorganisation erhoffen sich die Beteiligten auch eine Entlastung der örtlichen Rettungsdienstbereiche.

Ausgenommen von dem Vertrag mit der Landeshauptstadt Hannover sind die Rettungsdienstbereiche der Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode am Harz, Hameln-Pyrmont, sowie die Städte Hameln und Göttingen. Patienten aus diesen Regionen werden künftig durch Rettungstransportwagen aus Göttingen und Hameln verlegt.


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