(14.04.2005)
Mit einem neuen Informationssystem haben die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen die maßgebliche Voraussetzung geschaffen, um mehr Transparenz in den Heilmittelbereich zu bringen. Mit nunmehr quartalsweise vorgelegten Berichten über die Ausgaben- und Mengenentwicklung von Heilmitteln werde den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und den Krankenkassen das Handwerkszeug gegeben, um das Verordnungsverhalten zielgerichtet zu analysieren, Fehlentwicklungen zu erkennen und gegebenenfalls zu reagieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Spitzenverbände.
Durch die Vielzahl der Abrechnungsmöglichkeiten (Einzelabrechnung der Leistungserbringer, Abrechnung über Dienstleister) sowie die große Anzahl von Papierabrechnungen war es bisher nicht möglich, ein derartiges Informationssystem aufzubauen.
Die nun erstmals für das 4. Quartal des Jahres 2004 kumulierten vorgelegten Berichte werden von den Krankenkassen im Internet unter www.gkv-his.de bereitgestellt. Für die Berichte werden die Rezepte der Ärzte kassenübergreifend ausgewertet. Die Inhalte sind sowohl nach Heilmittelbereichen als auch nach Facharztgruppen differenziert. Dadurch kann die Verordnungsentwicklung auf Bundesebene und nach KV-Regionen dargestellt werden.
Mit den vorgelegten Berichten ist es nun Kassen und KVen gemeinsam möglich, eine Bewertung des Verordnungsgeschehens bundesweit und in der KV vorzunehmen sowie nach Ursachen für die dargestellte Entwicklung zu forschen. In Zukunft werden die Berichte um diagnosebezogene Auswertungen ergänzt. Diese Auswertungen sollen auch zur Weiterentwicklung der Heilmittel-Richtlinien genutzt werden. Außerdem wird das Angebot noch durch eine Frühinformation über das Verordnungsgeschehen im Heilmittelbereich für den einzelnen Arzt vervollständigt werden.
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