» Wir über uns » News » MDK-Info » Versicherte » Kranken- & Pflegekassen

Tag der Organspende im Schulunterricht

Hannover, 02. Juni 2007

Sozialstaatssekretärin Dr. Christine Hawighorst bittet zum heutigen Tag der Organspende alle Bürger, sich noch stärker mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen.

„Wer einen Spenderausweis ausfüllt oder gegenüber seinen Angehörigen seine Bereitschaft erklärt, sich nach seinem Hirntod als Spender zur Verfügung zu stellen, rettet dadurch Leben.“ In Niedersachsen warteten derzeit rund 1600 Patienten auf ein Spenderorgan.  „Wichtig ist, schon junge Menschen frühzeitig für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren“, betonte Hawighorst.

Ein Pilotprojekt an Göttinger Schulen zeige, so die Staatssekretärin, dass sich eine aktive Aufklärungsarbeit über die Organspende und die Organtransplantation bereits sinnvoll in den Unterricht von der

10. Klasse an eingliedern lasse. Beginnend mit dem Max-Planck-Gymnasium ist seit Dezember 2006 an nahezu allen allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen ein neues Unterrichtsmodul Organspende erprobt worden. Es ist unter Federführung der Stabsstelle Transplantationskoordination des Bereichs Humanmedizin des Göttinger Universitätsklinikums mit Unterstützung durch die Landesschulbehörde in Braunschweig entwickelt worden. „Der Zuspruch von Lehrern und Schülern ist positiv. Die Initiatoren haben ihr Unterrichtsmodul bereits auf den Landkreis ausgedehnt. Sie können sich auch vorstellen, es künftig in ganz Niedersachsen anzubieten“, sagte Hawighorst. „Die Auseinandersetzung mit der Organspende muss etwas Selbstverständliches in unserer Gesellschaft werden“, so die Staatssekretärin. Aus Befragungen gehe hervor, dass 80 Prozent der Bevölkerung einer Spende positiv gegenüberstünden. Deshalb gelte es, den Anteil der etwa 12 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, die einen Organspendeausweis hätten, deutlich zu erhöhen. Die Organspende bleibe allerdings immer eine freiwillige und persönliche Entscheidung jedes Einzelnen. Rechtssicherheit bei der Organspende sei durch das vor zehn Jahren verabschiedete Transplantationsgesetz gewährleistet. Es regle die Spende, Entnahme und Übertragung klar und wirke damit dem Missbrauch und Organhandel wirksam entgegen. Ein weiterer wichtiger Baustein für die Landesregierung sei die Organspendemeldungen aus den niedersächsischen Krankenhäusern weiter zu optimieren, erläuterte Hawighorst. Deshalb sei vor kurzem gemeinsam mit der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft und der Deutschen Stiftung Organtransplantation das „Netzwerk Organspende in Niedersachsen“ ins Leben gerufen worden. In diesem engagierten sich 14 besonders geeignete Kliniken mit neurochirurgischen Fachabteilungen mit dem Ziel, die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Im vergangenen Jahr war die Zahl der realisierten Organspenden in Niedersachsen gegenüber dem Vorjahr bereits um 12 Prozent gestiegen.

 


Mediathek

26. Januar 2012
Allergiefrei durch Leben auf dem Bauernhof

26. Januar 2012
Geburtsort Straßenecke





Suchen Sie den Medizinischen Dienst eines bestimmten Bundeslandes, wählen Sie bitte aus:


» Impressum » Datenschutz » Drucken » © 2011 MDK Niedersachsen » zum Seitenanfang