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Mit Spracherkennung Zeit am Pflegebett sparen

(13.09.2004)

Pflegekräfte können durch den Einsatz moderner Spracherkennungstechnik bei der Dokumentation 20 Prozent des Zeitaufwandes sparen und haben so mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen. Das ist das Ergebnis eines Modellversuches der AOK Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Firma IBM und fünf Pflegeheimen.

Der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Roland Sing, sagte: "Eine Pflegefachkraft gewinnt mit der neuen Spracherkennungstechnik jetzt bis zu einer halben Stunde mehr Zeit für Betreuung und Zuwendung am Pflegebett. Pro Jahr macht das rund zehn Arbeitstage aus und das ist nur der Einstieg. Unser mittelfristiges Ziel ist, den durchschnittlichen Zeitaufwand für die Pflegedokumentation von zwei Stunden pro Tag und Pflegefachkraft zu halbieren."

Ausgangspunkt des Projektes waren die Klagen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegeheimen über die zeitliche Belastung vor allem durch den Verwaltungsaufwand für die Dokumentation, wodurch die Zeit für die eigentliche pflegerische Tätigkeit immer knapper werde. Die Dokumentation, das heißt, die Aufzeichnung aller Maßnahmen im Rahmen der Pflege, ist aber als Instrument professioneller Pflege unverzichtbar und daher auch gesetzlich vorgeschrieben.

Anstatt mit Papier und Stift die Pflegearbeit zu dokumentieren, kommen nun Diktiergerät und Computer zum Einsatz. Die Pflegekraft spricht in ein digitales Diktiergerät, das mit dem Computer im Heim verbunden ist. Dort wird die Sprache in den schriftlichen Text des Pflegeberichts umgewandelt. Das Projekt wurde vom Bundesgesundheitsministerium mit rund 420.000 Euro gefördert.


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