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Schmidt: „Ziel ist Einführung der Gesundheitskarte zu Beginn 2006“

(22.03.2004)

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zeigt die Gesundheitskarte auf der CeBIT in Hannover. Foto: MDKN
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt zeigt die Gesundheitskarte auf der CeBIT in Hannover. Foto: MDKN

Die Gesundheitskarte wird zu Beginn den Jahres 2006 eingeführt. Das sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt heute auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Schmidt erwartet durch die Gesundheitskarte bis zu 1 Mrd. Einsparungen. Schon im zweiten Jahr nach der Einführung seien die Kosten wieder reingeholt, sagte die Ministerin.

Der Entwurf der herstellerneutralen Telematik-Rahmenarchitektur und Sicherheitsinfrastruktur wurde Schmidt auf der CeBIT heute vom Projektkonsortium übergeben.

Die Funktionen der Gesundheitskarte
Rein äußerlich wird sich die Gesundheitskarte von der bisherigen Krankenversicherungskarte vor allem durch ein integriertes Passbild unterscheiden, das vor dem Missbrauch der Karte schützt. Entsprechend dem GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) wird die Gesundheitskarte in zwei grundsätzliche Funktionen unterteilt: einen für alle Versicherten verpflichtenden administrativen und einen freiwilligen medizinischen Teil.

Der administrative Teil wird wie die bisherige Versicherungskarte Daten zur Person und der Krankenversicherung beinhalten sowie Informationen über Zuzahlungsstatus, die Berechtigung zur Behandlung im europäischen Ausland und zur papierlosen Übertragung des elektronischen Rezepts.

Der medizinische Teil beinhaltet gesundheitsrelevante Informationen wie beispielsweise den elektronischen Arztbrief, verschriebene Arzneimittel, Impfungen oder Röntgenuntersuchungen. Zudem können Notfallinformationen über Blutgruppe, chronische Leiden, Allergien, Dialyse oder Asthma gespeichert werden. Hier werden auch elektronische Patientenquittungen und eigene Daten abgespeichert, wobei der medizinische Teil der Gesundheitskarte nur mit Einverständnis des Patienten genutzt wird. Die Rahmenarchitektur empfiehlt diesen eigenverantwortlichen Einsatz der Gesundheitskarte, damit Patienten individuell entscheiden können, welche Funktionen der Gesundheitskarte sie aktiv für die Verbesserung ihrer gesundheitlichen Versorgung nutzen wollen.

Weitere Informationen unter: www.bIT4health.de


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