Hildesheim, 28. März 2008

Pflegebedürftige und Angehörige sollen sich künftig im Internet ein besseres Bild über die Leistungen von Pflegeheimen verschaffen können.
Das kündigte die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) gestern in einem Gespräch mit dem Bischof des Katholischen Bistums Hildesheim, Norbert Trelle im Caritas-Pflegeheim Magdalenenhof zu Hildesheim an.
Noch in diesem Jahr will die Ministerin zusammen mit den Trägern von Pflegeeinrichtungen eine Internetplattform aufbauen, in der es nicht nur um die bloße Auflistung von Fakten geht, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung. „Es geht nicht darum wie viele Plätze oder Mitarbeiter ein Heim hat, sondern beispielsweise um spezielle Angebote etwa für Demenzkranke“, zitiert die Zeitung die CDU-Politikerin. Von Rankinglisten hält Ross-Luttmann offenbar wenig.
Transparenz allein genügt der Ministerin nicht. Regelmäßige Prüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) seien unerlässlich.
Bis Ende 2010 müssen Heime und ambulante Pflegeeinrichtungen vom MDK einmal geprüft sein. Das sieht der Gesetzentwurf zur Pflegereform vor. Ab 2011 werden Heime und ambulante Einrichtungen regelmäßig im Abstand von höchstens einem Jahr geprüft. Bis 31. Dezember 2010 müssen die Pflegekassen jedes zugelassene Heim oder jede ambulante Einrichtung mindestens einmal prüfen lassen.
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