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Reha-Kongress: Gesundheitsreform stärkt die Rehabilitation

München, 19. März 2007

Wolfgang Zöller bei der Eröffnung des Reha-Kongresses in München.
Wolfgang Zöller bei der Eröffnung des Reha-Kongresses in München.
 

Rund  200 Teilnehmer diskutierten auf dem 9. Deutschen IIR-Reha-Kongress Ende vergangener Woche in München über die Zukunft der Rehabilitation unter den Vorzeichen der Gesundheitsreform.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Zöller sagte in seinem Auftaktreferat, die Gesundheitsreform habe die wesentlichen Rahmenbedingungen für einen stabilen Reha-Markt geschaffen. Die Reform, führe zu Verbesserungen für Versicherte, fördere den Wettbewerb und gestalte die Vergütung leistungsgerechter als bisher. Seit diesem Jahr gehören Reha-Maßnahmen zu den Pflichtleistungen der Krankenkassen. Nach Zöller sei dies ein Armutszeugnis für die Moral der Verantwortlichen in der Gesundheitswirtschaft: „Es ist doch schlimm, dass man etwas Gutes zur Pflicht machen muss.“ Bis vor kurzem seien Reha-Patienten immer dort eingewiesen worden, wo es gerade finanziell passte. Das ginge nun nicht mehr. Patienten könnten sich ihre Einrichtung selbst aussuchen, was den Wettbewerb unter den Einrichtungen fördern werde.

Dierk Neugebauer von der Barmer Ersatzkasse Bayern kritisierte, der Gesetzgeber habe bei der Reform das Thema Vorsorge vernachlässigt. Diese Maßnahmen seien noch immer Ermessensleistungen und flössen zudem nicht in den Risikostrukturausgleich ein. Auch er betrachtet den Gesundheitsfonds skeptisch: „Der Fonds erzeugt einen großen Wettbewerbsdruck. Er kann zur Folge haben, dass der Wettbewerb nur noch über die Prämie stattfindet.“ Eine Krankenkasse müsse sich dann selbst tragen. Alle weiteren Punkte der Reform, so sagte er, stärkten jedoch die Rehabilitation.
 
Helmut Heckenstaller, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern stellte fest, dass Reha eine immer größere Rolle spiele. „Rehabilitation erhält die Leistungsfähigkeit eines Versicherten, reduziert Arbeitsunfähigkeitszeiten und Produktionsausfall“, so der Experte. Immer mehr Menschen seien sich der Bedeutung einer Reha-Maßnahme bewusst. „Reha wird einen festen Stellenwert in unserem System erhalten.“ Ein wichtiger künftiger Wettbewerbsparameter sei die Qualitätssicherung. Ein Instrument zur Qualitätssicherung stellte Dr. Manfred Nosper vom  MDK Rheinland-Pfalz vor. Mit „EVA-Reha“ wurde eine Software zur Dokumentation von Verlauf und Erfolg neurologischer, orthopädischer und geriatrischer Rehabilitation entwickelt, das sich im Praxiseinsatz bewährt hat.

Quelle: www.reha-kongress.de


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