(15.10.2003)
Berlin – Alle Menschen sollen selbständig bleiben, so lange es geht. Häusliche Pflege müsse gefördert und mit der stationären Pflege besser verzahnt werden. Dafür plädierten Experten des vom Bundesfamilienministeriums und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am Dienstag in Berlin einberufenen „Runden Tisches“ zur Verbesserung der Pflegequalität.
Neue Versorgungsformen
Nach Einschätzung der Rürup-Kommission wird es im Jahr 2030 mehr als drei Millionen pflegebedürftige alte Menschen geben. Deshalb müssen die Betreuungsformen gefunden, die dieser Entwicklung gerecht werden. Eingeladen wurden alle Akteure, die im Bereich der pflegerischen Versorgung tätig sind: Länder, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, private Einrichtungsträger, die Kostenträger (Pflegekassen und Sozialhilfeträger) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Betroffenen. Der „Runde Tisch“ ist auf zwei Jahre angelegt. Auf einer Abschlussveranstaltung 2005 sollen die erarbeiteten Maßnahmen vorgestellt und Handlungsempfehlungen verabschiedet werden.
Aufgabe des ‚Runden Tisches‘ wird es sein, Best-Practice-Beispiele zu beschreiben und damit Orientierungshilfe für andere Einrichtungen zu geben. Gute Arbeit in ambulanten und stationären Einrichtungen soll Vorbild für andere sein. Dazu gehört auch, häufige Fehler und Fehlerquellen in der ambulanten und stationären Pflege aufzuspüren. Nicht zuletzt soll es Aufgabe dieses ‚Runden Tisches‘ sein, überflüssige Vorschriften abbauen zu helfen. Am Ende des ‚Runden Tisches‘ sollte auch eine Charta der Rechte hilfebedürftiger Menschen stehen.”
Der „Runde Tisch" konzentriert sich auf folgende Handlungsfelder:
Download: 03-10-13-195_Zahlen_und_Fakten_zur_Pflege.pdf (0,13 MB)
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