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Boombranche Pflege - Beschäftigtenzahl verdreifacht sich bis 2050

Köln, 17. Dezember 2008

Eine Pflegefachkraft betreut eine Seniorin im Rollstuhl.
Eine Pflegefachkraft betreut eine Seniorin im Rollstuhl.
 

Im vergangenen Jahr arbeiteten in Deutschland gut eine halbe Million Menschen im Pflegesektor. Das Instituts der deutschen Wirtschaft prognostiziert einen starken Beschäftigungszuwachs.

Allein seit dem Ende der neunziger Jahre hat sich die Zahl der Beschäftigten im Pflegebereich um annähernd 30 Prozent erhöht. Und auch in Zukunft dürfte die Branche ein Jobmotor in der Bundesrepublik sein. Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird sich die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im Pflegebereich bis 2050 voraussichtlich auf bis zu 1,6 Millionen verdreifachen. Selbst wenn man von einer jährlichen Produktivitätssteigerung von 0,5 Prozent ausgeht – beispielsweise durch verbesserte Abläufe und modernes Management –, könne es in gut 40 Jahren immerhin 1,2 Millionen Pflegejobs geben.

Dafür, dass die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors weiter deutlich zunimmt, gebe es mehrere Gründe. So wird die besonders häufig auf Hilfe angewiesene Altersgruppe der über 80-Jährigen im Jahr 2050 fast dreimal so groß sein wie 2005. Weiterhin fehlten in Zukunft oft Angehörige, die die alten Menschen pflegen – zum einen wegen der niedrigen Geburtenraten, zum anderen, weil es immer mehr Singlehaushalte gibt. Und schließlich würden immer mehr Pflegefälle in Heimen betreut – die Zahl der dortigen Plätze könnte sich bis zur Mitte des Jahrhunderts auf rund zwei Millionen nahezu verdreifachen.


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