(17.02.2005)
Wiesbaden – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist die Verweildauer der Krankenhauspatienten und -patientinnen weiter gesunken: um 3,3 Prozent, von 9,2 Tagen im Jahr 2002 auf durchschnittlich 8,9 Tage in 2003. Insgesamt gab es 17,3 Millionen Behandlungsfälle, rund 130 000 weniger als im Vorjahr. In den letzten Jahren war diese Zahl kontinuierlich gestiegen.
Das Statistische Bundesamt verwies aber darauf, dass mit den Fallpauschalen Patienten zwei Mal erfasst werden, wenn diese innerhalb einer Klinik verlegt werden. Dies könne einen Rückgang der Verweildauer pro Behandlungsfall erklären, obwohl derselbe Patient unter dem alten System nicht weniger lang liegen müsste. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse hatten bis Ende 2003 insgesamt 1.036 oder 56 Prozent der Kliniken auf DRG umgestellt. Mittlerweile haben schon 1.679 Krankenhäuser umgestellt.
2003 standen in den 2 189 Krankenhäusern knapp 542 000 Betten bereit. Damit lag die Bettendichte bei durchschnittlich 66 Betten je 10 000 Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Krankenhäuser durch Schließungen und Fusionen stärker zurück (– 1,4%) als die Zahl der Betten (– 1,0%). Die Krankenhäuser befanden sich zu 24,9% in privater Trägerschaft (+ 1,2 Prozentpunkte), zu 39,1% in freigemeinnütziger Trägerschaft (– 0,4 Prozentpunkte) und zu 36,0% in öffentlicher Trägerschaft (– 0,8 Prozentpunkte). Von den öffentlichen Einrichtungen war knapp ein Drittel privatrechtlich geführt, z. B. als GmbH, und gut zwei Drittel öffentlich-rechtlich, z. B. als Anstalten des öffentlichen Rechts.
Die Gesamtkosten der Krankenhäuser beliefen sich 2003 auf 62,3 Mrd. Euro (+ 2,7%). Die bereinigten Kosten für einen stationären Behandlungsfall betrugen damit rechnerisch 3 214 Euro (+ 2,4%).
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