(22.06.2004)
Die Wartezimmer in den Praxen werden leerer, weil Patienten seit Einführung der Praxisgebühr im Januar viel seltener zum Arzt gehen. Der Rückgang der Arztbesuche habe sich im zweiten Quartal fortgesetzt, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Montag in Berlin mit. Aus Sicht der KBV habe sich das Versorgungsniveau trotz der Reform nicht verschlechtert.
Im ersten Quartal nach Einführung der Praxisgebühr von zehn Euro Praxisgebühr waren zehn Prozent weniger Patienten in die Arztpraxen gekommen. Aktuelle Stichproben in mehreren hundert Praxen zeigten, dass dieser Trend von Dauer sei, sagte KBV-Vizepräsident Leonard Hansen. Gesicherte Daten für das zweite Quartal sollen in der zweiten Julihälfte vorliegen.
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