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Gesundheitsrisiko Olympia

Berlin, 08. August 2008

Das Logo der Olympischen Spiele in Peking 2008
Das Logo der Olympischen Spiele in Peking 2008
 

Vor dem Fernseher zu sitzen und Olympia zu gucken ist offensichtlich gesünder als das sportliche Treiben der Athleten. Lars Riedel sagt: „Spitzensport ist gesundheitsschädlich".

Dieser Schluss liegt nahe, wenn man Riedels Geschichte hört. Gegenüber Info-Radio Berlin sprach der Olympiasieger von Atlanta über seine gesundheitlichen Schädigungen. Das jahrelange Diskuswerfen hinterließ Spuren. Der Rücken ist kaputt. Hinzukommen gestauchte, geprellte, gerissene Sehnen, Muskeln und Wirbel. Er werde wohl nie wieder schmerzfrei leben können, sagte Lars Riedel, als er vor einem Monat seine Karriere beendete. Dabei wäre er so gerne in Peking dabei gewesen.

Neben den trainingsbedingten Schädigungen ist Luft das größte Problem für die Sportler in Peking. Die Stadt leidet zunehmend unter schlechterer Luft, die die Atemwege beeinflussen können. Auch in Sachen Ernährung ist Vorsicht geboten: In der Aufzucht von Schweinen nutzen viele chinesische Bauern Anabolikabestandteile oder andere wachstumsfördernde Medikamente, welche beim Verzehr ggf. bereits einen positiven Dopingtest zur Folge haben könnten. Dass kontaminierte Nahrungsmittel nicht nur die Sportler bei Olympia oder China betreffen, das zeigten mehrere Untersuchungen, zuletzt in 2007 der Sporthochschule Köln, die bei Testkäufen von Nahrungsergänzung für Sportler kontaminierte Produkte fand. Dabei wurden Rückstände von Anabolika oder Steroide in vielen der 630 untersuchten Produkte gefunden.

Auf möglichst anabolikafreie und gesunde Ernährung setzt die Techniker Krankenkasse während Olympia. Da Fernbedienung, Chips und Bierkrug nicht unbedingt die beste Grundlage bilden, hat die Techniker Krankenkasse (TK) Verhaltenstipps zum gesunden Fernsehgucken für Olympia herausgebracht. Die Kasse empfiehlt  zum Beispiel Grillen auf "chinesische Art". "Generell könnt ihr euch in Sachen gesunder Ernährung einiges von den Olympia-Gastgebern in Peking abgucken, denn die chinesische Küche setzt auf einen ausgewogenen Mix aus Fleisch bzw. Fisch und Gemüse. Schaschlik-Spieße mit magerem Geflügelfleisch oder Meeresfrüchten, Paprika, Zwiebeln, Zucchini oder Aubergine sind zum Beispiel eine gute Alternative zum Schweinenackensteak", empfiehlt Maike Schmidt, Ernährungswissenschaftlerin bei der TK.


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