(26.05.2004)
Die Ergebnisse der aktuellen Auswertung "Leistungen der Primärprävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung - Dokumentation 2002" aller Krankenkassen durch den Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) werden am 26. Mai 2004 in Berlin präsentiert und mit Experten diskutiert.
Seit der GKV-Gesundheitsreform 2000 haben die Krankenkassen die qualitative Entwicklung ihrer Leistungen der Primärprävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung entscheidend vorangetrieben. Vor der aktuellen Diskussion um die Schaffung eines Präventionsgesetzes kommt dieser Entwicklung hohe politische Bedeutung zu, heißt es vom MDS.
Unterdessen stellte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) am 25. Mai in Berlin erste Inhalte ihres geplanten Präventionsgesetzes vor. Krankenkassen, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung sollen eine Stiftung gründen, die am Ende mit 140 Millionen Euro ausgestattet ist. Sie soll Kampagnen und Modellprojekte fördern, um die Prävention zu stärken.
Grundlage für die Arbeit der Stiftung soll die Definition „nationaler Präventionsziele“ sein. Das Ziel ist es laut Schmidt zudem, das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken und die Abstimmung innerhalb des Gesundheitswesens zu verbessern.
Jede Krankheit die nicht entsteht ist die beste Entlastung für die gesetzliche Krankenversicherung, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium. Das Gesundheitssystem muss sich neben der Heilung und Linderung bestehender Erkrankung auch das Ziel setzten, zu einem Ort der Förderung und Erhaltung von Gesundheit zu werden und zur Herstellung gesunder Lebensbedingungen beizutragen. Aus diesem Grund will die Bundesregierung die Prävention zu einer eigenständigen Säule neben der Akutbehandlung, der Rehabilitation und der Pflege ausbauen.
Download: Praevention2002.pdf (0,64 MB)
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