(17.08.2004)
Der Krankenstand erreichte mit 3,6 Prozent im ersten Halbjahr 2004 einen absoluten Tiefstand (4,2 Prozent im ersten Halbjahr 2003). Damit setzte sich der langfristige Trend fort. In den letzten Jahren nahm der Krankenstand kontinuierlich ab: So lagen die jahresdurchschnittlichen Krankenstände im Jahr 2000 noch bei 4,1 Prozent, in 2001 bei 4,0 Prozent und 2002 bei 3,9 Prozent. Im Jahr 2003 lag der Krankenstand bei 3,7 Prozent. Wie der BKK Bundesverband meldet, wurde damit ein Beschäftigter im vergangenen Jahr nur noch durchschnittlich 13,5 Kalendertage krankgeschrieben.
Das Bundesgesundheitsministerium, das die Zahlen für alle gesetzlichen Krankenkassen aufbereitet, weist für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres einen Krankenstand von 3,38 Prozent aus. Im Gesamtjahr 2003 waren es 3,61 Prozent, der niedrigste Wert seit Beginn der Lohnfortzahlung im Jahr 1970.
Die seit einigen Jahren auffälligste Dynamik im Krankheitsgeschehen betrifft die psychischen Erkrankungen. Sie sind inzwischen die vierthäufigste Ursache für Fehltage. Ihr Anteil an den Krankheitstagen hat sich seit 1990 verdoppelt. Dabei weisen Frauen (10 Prozent) nahezu den doppelten Anteil an psychischen Erkrankungen gegenüber Männern (5,6 Prozent) auf. Im Krankenhaus sind psychisch bedingte Krankheiten mit 14 Prozent die zweitwichtigste Diagnosegruppe nach den Herz- und Kreislauferkrankungen (15 Prozent).
Die meisten Krankengeldtage wurden durch Muskel- und Skeletterkrankungen (31,8 Prozent) verursacht. An zweiter Stelle folgten die Verletzungen (21,3 Prozent) und an dritter Stelle bereits die psychischen Erkrankungen (12 Prozent), während es für Herz- und Kreislauferkrankungen "nur" 6,5 Prozent Tage mit Krankengeldzahlung waren.
Download: BKK-Grafiken.pdf (0,04 MB)
Mediathek
26. Januar 2012
Allergiefrei durch Leben auf dem Bauernhof
26. Januar 2012
Geburtsort Straßenecke
News 
24. April 2012
Qualitätsfortschritte in der Pflege
10. April 2012
Gesundheitsausgaben 2010 auf rund 287 Milliarden Euro gestiegen
27. März 2012
Neuer Pflegebedürftigkeits-Begriff gefordert
Suchen Sie den Medizinischen Dienst eines bestimmten Bundeslandes, wählen Sie bitte aus: