(30.12.2003)
Krankenstand ist im Jahre 2003 auf das niedrigste Niveau seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970 gesunken.
Wie das Bundessozialministerium mitteilt, ergeben vorläufige Rechnungen einen Jahresdurchschnitt von 3,61 Prozent. Damit wurde erstmals die 4 Prozent-Grenze unterschritten. Gegenüber den 70er Jahren, mit Krankenständen von über 5 Prozent, und den 80er Jahren, mit Werten zwischen 5,7 und 4,4 Prozent, bringt dieser niedrige Krankenstand eine deutliche Entlastung der Lohnnebenkosten und damit der Arbeitgeber.
Das niedrige Niveau des Krankenstandes wird sowohl im früheren Bundesgebiet als auch in den neuen Ländern erreicht. Das Ergebnis für Ostdeutschland liegt mit 3,66 Prozent auch erstmals unter dem Wert, der 1991 nach Einführung der Gesetzlichen Krankenversicherung in den neuen Ländern ausgewiesen wurde. Für das frühere Bundesgebiet einschließlich Berlin wurde ein durchschnittlicher Krankenstand von 3,60 Prozent errechnet.
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