Berlin, 06. Oktober 2008
Im kommenden Jahr wird der Beitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung auf 15,5 Prozent steigen. Darauf haben sich die Spitzenpolitiker der großen Koalition am Sonntag, 5. Oktober 2008, geeinigt.
Der sogenannte Schätzerkreis, bestehend aus Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes, der Krankenkassen, der Bundesbank und des Statistischen Bundesamtes hatte sich zuvor nicht auf einen Beitragssatz einigen können. Die Krankenkassen hatten empfohlen, den Beitrag auf 15,8 Prozent zu erhöhen, um besser auf die steigenden Kosten reagieren zu können.
Durch die Erhöhung des Satzes müssen künftig 90 Prozent der 51 Millionen Kassenmitglieder mehr für ihre Krankenversicherung zahlen. Zurzeit liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei 14,9 Prozent.
Im Gegenzug will die Koalition die Versicherten dadurch entlasten, dass die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von 2010 an besser von der Steuer absetzbar sein sollen als sie es jetzt sind. Außerdem wird der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 3,3 auf 2,8 Prozent gesenkt.
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