Wuppertal, 18. September 2007
Durch das Aufdecken fehlerhafter Abrechnungen in Krankenhäusern konnte die Barmer Ersatzkasse nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 131,7 Millionen Euro Beitragsgelder zurückgewinnen.
Wie die Barmer mitteilt, sei dies das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesversicherungsamtes (BVA). "Wir haben in unseren Regionalgeschäftsstellen kompetente Experten ausgebildet, die gemeinsam mit dem Medizinischen Dienst Auffälligkeiten analysieren und Fehler aufdecken", erläutert Birgit Fischer, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer.
Fehlcodierungen der Krankenhäuser seien nicht immer absichtliche Manipulationen. Vielmehr seien die Ursachen vielfältig: Unter anderem veränderte Hauptdiagnosen, unklare Diagnose- und Therapiestellungen, veränderte Dokumentation von Prozeduren oder
Änderungen aus der jährlichen Überarbeitung der Kodierrichtlinien. Die fristgerechte Bezahlung der Krankenhausleistungen werde trotz nicht abgeschlossener Prüfung aber sichergestellt. Denn die Gründe für Absetzungen seien überwiegend der Komplexität der
Materie des sich ständig weiterentwickelnden neuen Abrechnungssystems
("DRG-System") geschuldet.
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