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Jugendsender: „Komasaufen" kostet Krankenkassen Millionen

Köln, 12. September 2008

Der Radiosender 1Live befragte Krankenkassen zu ihren Ausgaben für die Behandlung von Folgen des "Komasaufens".
Der Radiosender 1Live befragte Krankenkassen zu ihren Ausgaben für die Behandlung von Folgen des "Komasaufens".
 

Die Kosten für die Behandlung von Jugendlichen mit Alkoholrausch sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Das geht aus einer Umfrage des jungen WDR-Radios 1LIVE unter den Krankenkassen hervor.

Demnach kostete die Behandlung von jungen Leuten unter 20 Jahre, die mit der Hauptdiagnose "akuter Rausch" ins Krankenhaus eingeliefert wurden, die befragten Kassen im Jahr 2007 rund 11,6 Millionen Euro. 2005 waren es noch 9,7 Millionen Euro. Damit sind die Ausgaben binnen zwei Jahren um 1,9 Millionen Euro gestiegen. 1LIVE befragte die vier größten Ersatzkassen DAK, TK, Barmer und KKH sowie den AOK-Bundesverband und den Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK). Insgesamt gab es unter den befragten Krankenkassen im Jahr 2007 rund 20.400 Fälle, in denen Jugendliche mit akutem Rausch ins Krankenhaus eingeliefert wurden. 2005 waren es noch rund 17.400. Junge Männer wurden dabei öfter ins Krankenhaus eingeliefert als junge Frauen. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) waren 2007 1.134 eingelieferte Patienten männlich und 688 weiblich. Ähnlich sieht das Verhältnis bei der DAK aus. Die Dunkelziffer der "Komasäufer" dürfte noch höher liegen. Denn längst nicht alle jungen Leute, die sich bis zum Rausch betrinken, werden ins Krankenhaus eingeliefert. Und wer sich im Rausch beispielsweise ein Bein gebrochen hat, der taucht in der Statistik unter Beinbruch, nicht aber unter "akuter Rausch" auf.




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