Berlin, 21. Juli 2008
Wegen der Zunahme von psychischen Problemen bei Kindern fordert Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) den Ausbau der Untersuchungen.
Wie das Handelsblatt am Montag berichtet, schlägt Schmidt vor, Beratungsstellen nach US-Vorbild in den Kliniken einzurichten.
Einer Studie zufolge sind 12 Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen verhaltensauffällig. Auch der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte gibt an, dass die Zahl der Kinder mit Entwicklungsdefiziten beim Sprechen, im Sozialverhalten und der Motorik sowie mit Übergewicht stark zunehme.
Schmidt fordert deshalb die psychische Gesundheit mit in die Früherkennungsuntersuchungen einzubinden. Auch die Information der Eltern solle nach Ansicht der Ministerin verbessert werden. Ein Großteil der Eltern gibt an, sich nicht ausreichend informiert zu fühlen. Auch in die Entscheidungsprozesse fühlten sich die Eltern nicht genügend miteinbezogen.
Um die Information zu verbessern, schlägt Schmidt die Einführung von Beratungsstellen in Krankenhäusern vor. In den USA gibt es solche Abteilungen schon lange. „Die Beratungsstellen könnten ähnlich wie die mit der Pflegereform eingeführten Pflegestützpunkte eine Anlaufstelle sein, in der Eltern mit Kindern erklärt bekommen, was genau Diagnose und Therapie bedeuten“, sagte Schmidt.
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