Essen/München, 31. Januar 2008
In den Karnevalswochen gibt es keine höheren Krankenstände als in anderen Wochen im Februar oder März.
Das meldet der BKK Bundesverbandes und beruft sich auf eine eigene Analyse. Demnach fielen in den Karnevalswochen 2006 (23. Februar bis 1. März) und 2007 (15. bis 21. Februar) sogar weniger Krankmeldungen an als in den Vergleichswochen vorher und nachher. Datenbasis sind die gesundheitlichen Befunde von BKK Versicherten.
In der Karnevalswoche 2007 lag der Krankenstand der beschäftigten BKK Pflichtmitglieder bei 3,77 Prozent. In der Woche zuvor waren es dagegen 3,83 Prozent, in der Woche danach 4,14 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt das Jahr 2006: Lag der krankheitsbedingte Arbeitsausfall zu Karneval bei 3,91 Prozent waren es in der Woche davor 4,22 Prozent und in der Woche danach 4,0 Prozent. Solche leichten Schwankungen sind nach Angaben des BKK Bundesverbandes in dieser Jahreszeit aufgrund der saisonal unterschiedlichen Höhepunkte einer mehr oder weniger ausgeprägten „Grippewelle“ normal.
Weniger gesund als Karneval ist das Fußballgucken bei Zuschauern mit Herzproblemen. Zu diesem Schluss kommen Mediziner vom Münchner Universitätsklinikum Großhadern in einem Fachartikel im New England Journal of Medicine. Während der WM-2006 registrierten die in die Studie einbezogenen Notarztstationen wesentlich häufiger Herzinfarkte und Rhythmusstörungen als in fußballfreien Zeiten. Betroffen waren vor allem jene Patienten, die schon unter koronarer Herzkrankheit leiden.
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