Berlin, 30. Dezember 2008
Als Folge der Einführung des Gesundheitsfonds geht die Gesundheitsstaatssekretärin Marion Caspers-Merk von wesentlich weniger Krankenkassen aus.
Auf lange Sicht „wären auch 50 bis 80 Kassen in Ordnung“, sagte die SPD-Politikerin gegenüber der Berliner Zeitung. Von den derzeit rund 200 Kassen würden vor allem kleinere über Fusionen nachdenken, sagte Caspers-Merk. Bereits am Wochenende warnte der Norbert Klusen, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse vor einer Pleitewelle unter den Kassen. „Es gibt eine Reihe von Kassen, die unter Fondsbedingungen nicht werden überleben können“, sagte Klusen der in Ludwigshafen erscheinenden „Rheinpfalz“ vom Samstag. Er würde sich nicht wundern, wenn Ende nächsten Jahres 80 bis 100 der 215 Kassen Pleite gegangen seien.
Unterdessen lehnt die Union den Vorschlag von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ab, den Sonderbeitrag abzuschaffen. Schmidt hatte sich dafür ausgesprochen, den allein von Beschäftigten und Rentnern zu zahlenden Sonderbeitrag zur Krankenversicherung in Höhe von 0,9 Prozent über das zweite Konjunkturpaket zu finanzieren.
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