Hannover, 08. März 2007
Das Interesse der Frauen an der neuen Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs ist erfreulich hoch, meldet die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN).
Dies sagte Eberhard Gramsch, Vorstandsvorsitzender der KVN, am Mittwoch (7. März) anlässlich des internationalen Frauentags in Hannover. Dabei zeigen nicht nur die unmittelbar zur Untersuchung eingeladenen Frauen eine große Bereitschaft, den kostenlosen Termin auch wahrzunehmen. „Viele aus der Altergruppe von 50 bis 69 Jahren bekunden von sich aus Interesse und fragen bei den Screening-Einheiten nach dem Programm und einem Untersuchungstermin nach.“ Je nach Einheit nehmen zwischen 65 und 80 Prozent der eingeladenen Frauen den Untersuchungstermin wahr. Diese gute Quote führt Gramsch auch darauf zurück, dass die Teilnahme nicht der eigenen Initiative überlassen bleibt.
Grundsätzlich bekommt jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren - hier ist die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken besonders hoch - ihren persönlichen Termin zu einer Früherkennungsuntersuchung in der Nähe ihres Wohnortes. „Die einladende Zentrale Stelle für Niedersachsen und Bremen (Gesundheitsamt Bremen) stützt sich auf die Daten der Einwohnermeldeämter“, erläuterte der KVN-Vorstandsvorsitzende. Dennoch könne es eine Weile dauern, bis die Einladung im Briefkasten sei: „Innerhalb von zwei Jahren müssen rund eine Million anspruchberechtigter Frauen in Niedersachsen und Bremen eingeladen werden - eine große und bislang in der Bundesrepublik einmalige Aufgabe. Zudem sind aufgrund der strikten Qualitätsauflagen vor dem Start bisher erst acht von neun Screening-Einheiten im Land aktiv. Die letzte Einheit startet am 10. April 2007. Dann werde in Niedersachsen die Früherkennungsuntersuchung von Brustkrebs flächendeckend zur Verfügung stehen, meinte Gramsch.
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