Brüssel, 30. Juni 2008
Die EU plant, medizinische Behandlungen im Ausland zu erleichtern.
Am Mittwoch will die EU-Kommission einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschieden, berichtet „Die Welt“. Unter anderem bräuchten Patienten dann für eine ambulante Behandlung im Ausland keine vorherige Genehmigung durch die Krankenkasse mehr. Ein weiterer Punkt des EU-Gesetzentwurfs sieht vor, dass Auslands-Reisende Rezepte, die in einem anderen Land ausgestellt wurden, auch im eigenen Land einreichen können. Dabei sollen Patienten im Ausland bei dem Besuch einer Apotheke auch solche Medikamente erhalten können, die im Heimatland nicht zugelassen sind.
Neu ist auch ein geplantes Referenznetzwerk, dem Kliniken angehören sollen, die mit hervorragenden medizinischen Geräten und Forschungsmöglichkeiten ausgestattet sind und sich auf bestimmte Behandlungen spezialisiert haben. EU-Patienten sollen zur Behandlung auf das Netzwerk zurückgreifen können.
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