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Studie: Weniger Druckgeschwüre in deutschen Heimen und Kliniken

Berlin, 29. Oktober 2008

Pflegefachkraft mit Patient
Pflegefachkraft mit Patient
 

In den deutschen Pflegeheimen und Kliniken gab es 2008 weniger Dekubitus-Druckgeschwüre bei den Patienten. Das stellten Wissenschaftler der Charité-Universität in Berlin fest.

Für die Erhebung hat das Institut für Medizin-/Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft der Charité 6.500 Bewohner und Patienten in 37 Pflegeheimen und 19 Krankenhäusern untersucht. Der Pflegewissenschaftler Nils Lahmann, Koordinator der Studie, sieht das Teilergebnis zum Dekubitus als großen Fortschritt: "Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2000 haben wir dieses Problem an über 60.000 Bewohnern und Patienten analysiert. Obwohl die Zahl der potenziell gefährdeten Menschen gleich geblieben ist, sank der Anteil der tatsächlich an einem Druckgeschwür Erkrankten um die Hälfte", so Lahmann.
Das Ergebnis weise auf darauf hin, dass die meisten Einrichtungen mehr Wert auf Prävention legen.

Die Untersuchung der Charité ist bundesweit die einzige dieser Art in Heimen und Krankenhäusern. Pflegeheime mit mehr als 50 Bewohnern sowie Kliniken mit mindestens 100 Patienten haben jetzt die Gelegenheit an der Erhebung für 2009 teilzunehmen. Am Ende der Untersuchung erhalten Sie einen Qualitäts-Bericht, der unter anderem aussagt, wie gut die Sturz- oder Dekubitus-Prävention in der Einrichtung ist. Im nächsten Jahr untersuchen die Forscher erstmals auch die Ernährung in den teilnehmenden Kliniken und Heimen.


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