(22.04.2004)
Eine Expertenkommission der Bertelsmann Stiftung und der Hans-Böckler-Stiftung legte einen Bericht zur Betriebliche Gesundheitspolitik vor. Unternehmen in Deutschland kümmern sich nach Ansicht der aus Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammengesetzten Kommission zu wenig um die Gesundheit ihrer Beschäftigten.
Der Vorsitzende, Hermann Rappe, sagte, die Gesundheitsvorsorge müsse als Thema zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder auch zwischen den Sozialpartnern stärker in den Mittelpunkt rücken.
Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Marion Caspers-Merk, begrüßte den Bericht und unterstreicht: „Betriebliche Gesundheitsförderung ist heute aktive Prävention. Denn dauerhaft hohe wirtschaftliche Leistungskraft kann nur erhalten und weiter gesteigert werden, wenn zugleich auch Mitarbeiterorientierung und modernes Gesundheitsmanagement eine hohe Priorität haben.“
Allein im Jahr 2002 verursachte Arbeitsunfähigkeit dem Bericht zufolge einen Produktionsausfall von rund 44 Milliarden Euro. 2001 gaben die Krankenkassen nach eigenen Angaben rund 2600 Euro pro Mitglied für die Behandlung von Krankheiten aus, jedoch weniger als zwei Euro für die Prävention.
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