Berlin, 26. November 2008

Die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) hat in ihrem Qualitätsreport 2007 erneut Mängel bei der Behandlung in deutschen Krankenhäusern festgestellt.
Insgesamt habe sich die Situation in den Kliniken im Vergleich zu den Vorjahren zwar verbessert, jedoch stellte die BQS bei 20 von 194 geprüften Kriterien bei der Behandlung „besonderen Handlungsbedarf“ fest, berichtete die BQS gestern bei der Präsentation des Reports. Im Vergleich der Krankenhäuser gebe es bei der Qualität große Unterschiede.
Als Beispiele gibt die BQS den Notfallkaiserschnitt an, der bei über 200 Geburten zu lange dauerte, so dass das Kind einer großen Gefahr ausgesetzt war. Auch bei Brustkrebs-, Hüft- und Knie-Operationen, sowie bei gynäkologischen Eingriffen stellten die Experten Mängel fest. Bei der Einlieferung von Patienten mit Lungenentzündung nahmen die Ärzte in vielen Fällen zu spät die Sauerstoff-Werte auf.
Die BQS setzt sich aus Vertretern der Krankenkassen, Kliniken und Ärzte zusammen. Ihr Qualitätsbericht stützt sich auf fast 3,6 Millionen Datensätze von über 1.600 deutschen Kliniken. So sind rund ein Fünftel der 17,1 Millionen Krankenhausfälle von 2007 darin untersucht worden.
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