(06.11.2003)
Der Arzt im Praktikum (AiP) wird zum 1. Oktober 2004 abgeschafft. Damit werden die Ausbildungszeiten für Doktoren künftig deutlich kürzer. Medizin-Absolventen können gleich als Assistenzärzte im Krankenhaus beginnen und damit auch mehr Geld verdienen. Die Neuregelung soll bereits ab 1. Oktober 2004 beginnen.
Ursprünglich war geplant, das AiP erst 2009 zu streichen. Berufsverbände klagen seit langem, dass dieser schlecht bezahlte Ausbildungsabschnitt viele Mediziner abschrecke, die Weiterbildung zum Arzt überhaupt zu beginnen.
Der «Arzt im Praktikum» war 1988 eingeführt worden. Damals erreichte die Zahl der Medizinabsolventen Rekordhöhen. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung, dass die Ausbildung der Ärzte durch die neue Approbationsordnung praxisnäher gestaltet werde. Nach Angaben der Bundesärztekammer schließen nur noch etwa 2.600 Studenten pro Jahr - 20 Prozent der Studienanfänger - das Medizinstudium ab.
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