Berlin, 29. August 2008
Krankenkassen und Ärzte sind im Honorarstreit am Donnerstag, 29. August 2008, zu einem Ergebnis gekommen.
Für die ambulante Versorgung müssen die Krankenkassen zusätzlich mindestens 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, meldete die Kassenärztliche Bundesvereinigung.
„Diese massive Honorarerhöhung werden leider alle Versicherten deutlich in ihren Portemonnaies spüren", erklärte der Verhandlungsführer der Krankenkassen, Johann-Magnus von Stackelberg. Die Kassen waren den Stimmen der Ärzte und eines unabhängigen Schlichters unterlegen und müssen das Ergebnis deshalb hinnehmen. Die Ärzte zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis.
Das Ergebnis entspricht etwa einer Steigerung um zehn Prozent. Ursprünglich hatte die KBV eine Honorarsteigerung von 4,5 Milliarden für die Ärzte gefordert. Von der Politik kam daraufhin der Vorschlag, die Honorare um 2,5 Milliarden zu erhöhen.
Die nun festgelegte Honorarsteigerung führt zu einer Steigerung des Krankenkassen-Beitrages um 0,25 Prozentpunkte. Sie ist mitentscheidend für den einheitlichen Beitragssatz, der im Zuge des Gesundheitsfonds 2009 eingeführt wird.
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