Hamburg, 26. März 2009
Die Fehlzeiten bei Arbeitnehmern aufgrund von psychischen Erkrankungen haben zugenommen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) meldet, sind die Krankmeldungen um 20 Prozent gestiegen.
Durch die Zunahme von 20 Prozent in den vergangenen zwei Jahren erreichen die psychisch bedingten Fehlzeiten den höchsten Stand seit Beginn der TK-Gesundheitsberichterstattung im Jahr 2000. Statistisch gesehen, war jeder Berufstätige im letzten Jahr gut elf Tage krankgeschrieben, 1,4 Tage davon aufgrund einer psychischen Erkrankung. 2006 lagen die Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen noch bei 1,15 Tagen je Beschäftigtem.
Weibliche Beschäftigte sind mit 1,9 Tagen pro Jahr deutlich mehr betroffen als Männer mit gut einem Tag. Zu den häufigsten Einzeldiagnosen gehören depressive Episoden, die allein fast fünf Prozent aller Fehltage ausmachen sowie Belastungsstörungen (Burn-out) und somatoforme Störungen.
Auch andere Krankenkasse wie die Barmer, DAK und AOK verzeichnen psychische Erkrankungen zunehmend als Ursache für Krankschreibungen von Arbeitnehmern. Im Februar hatte bereits das Wissenschaftliche Institut der AOK in einem Vergleich zu 1995 einen Zuwachs der Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen um 80 Prozent ermittelt.
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