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Starker Kostenanstieg für Volkskrankheiten erwartet

Köln, 15. Dezember 2009

Blutabnahme zur Diagnostik
Blutabnahme zur Diagnostik
 

Die Ausgaben der Krankenkassen für die Therapie der Volkskrankheiten Diabetes mellitus, Asthma, COPD oder Herzinsuffizienz werden von derzeit rund 13 auf 18,5 Milliarden Euro im Jahr 2020 ansteigen.

Das hat das Institut für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung an der Rheinischen Fachhochschule Köln im Rahmen einer Hochrechnung ermittelt.

Danach müssen die Krankenkassen in zehn Jahren für die Behandlung von Diabetes-Kranken mit 9,1 Milliarden Euro im Jahr 2020 3,3 Milliarden Euro mehr ausgeben als heute. Die Therapiekosten für Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD sollen laut RFH Köln von 5,5 auf 6,9 Milliarden Euro ansteigen.

„In den kommenden zehn Jahren wird die Ausgabenseite der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund der Ausbreitung von chronischen Krankheiten um mehr als fünf Milliarden belastet“, warnt Medizin-Ökonom Rainer Riedel von der RFH Köln. Dieser Mehraufwand sei unter den bekannten wirtschaftlichen und demographischen Rahmenbedingungen kaum finanzierbar, lautet die Einschätzung des Wissenschaftlers.






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