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Ross-Luttmann stellt neue Wohnformen im Alter vor

Hannover, 12. Februar 2009

Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann präsentierte das neue Wohnen im Alter für Niedersachsen.
Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann präsentierte das neue Wohnen im Alter für Niedersachsen.
 

Alt und Jung wohnen zusammen unter einem Dach – dieses Prinzip steht bei den neuen Wohnformen im Vordergrund, die die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann heute vorstellte.

„Ältere Menschen sollen in Niedersachsen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung führen können“, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann heute bei der Vorstellung des niedersächsischen Förderprogramms für seniorengerechtes Wohnen im Jahr 2009. Das Programm umfasst die Förderung von Seniorenwohnungen, Barrierefreiheit und  gemeinschaftlichen Wohnformen. 9,75 Millionen Euro stehen im laufenden Jahr hierfür bereit.

Ross-Luttmann wies auch auf die Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen im Alter als Bestandteil des niedersächsischen Förderprogramms hin. „Generationen müssen wieder stärker den Weg zueinander finden“, so Ross-Luttmann: „Wir wollen älteren Menschen die Option für ein eigenständiges Leben bieten, abseits von Anonymität und Vereinsamung.“ Solche neuen Wohnformen sollten natürlich kein Ersatz für professionelle Pflegeeinrichtungen sein.

Gemeinsames Wohnen im Hermine-Kölschtzky-Haus
Als Beispiel für zukunftsfähige Strukturen im seniorengerechten und generationsübergreifenden Wohnen stellte Geschäftsführer Hermann Möhlenkamp das Mehrgenerationen-Wohnprojekt Hermine-Kölschtzky-Haus aus Oldenburg vor. Dort wurden auf über 1.900 Quadratmetern Wohnfläche 41 bedarfsgerechte Wohnungen fertig gestellt. Der Gebäudekomplex umfasst Altenwohnungen, Single-Apartments, Wohnungen für Alleinerziehende und für Wohngemeinschaften. Außerdem gibt es zahlreiche Gemeinschaftsräume wie beispielsweise Gemeinschaftsküchen, eine Sauna oder eine Werkstatt. Das Land hat für dieses 3,5 Millionen Euro teure Projekt ein zinsloses Darlehen in Höhe von 1,23 Millionen Euro gewährt.

Ein weiteres Instrument zur Förderung neuer Wohnformen im Alter ist das Niedersachsenbüro Neues Wohnen im Alter. Es bietet Informationen und fachliche Unterstützung für niedersächsische Kommunen und Landkreise, die ihren älteren Einwohnerinnen und Einwohnern ein selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen ermöglichen möchten. Träger sind der Arbeitskreis Humane Architektur e.V. mit der Niedersächsischen Fachstelle für Wohnberatung und das Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.


 


 


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