Berlin, 06. August 2009
Die Deutschen verlieren zunehmend das Vertrauen in ihr Gesundheitssystem und fürchten um die medizinische Versorgung. Das ergab eine Allensbach-Umfrage, die am Mittwoch vorgestellt wurde.
80 Prozent der Bürger rechnen mit steigenden Beiträgen und höheren Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung in den kommenden Jahren. 67 Prozent befürchten, dass die Ärzte weniger Zeit für ihre Patienten haben werden. Fast die Hälfte der Befragten hat Angst, notwendige Behandlungen aufgrund von Kostengründen nicht mehr erstattet zu bekommen. Auch die Politik schneidet in der Umfrage schlecht ab: Nur 14 Prozent setzen Hoffnung darin, dass eine langfristige Lösung gefunden wird.
„Eine Versorgung auf dem heutigen Niveau ist in Zukunft nicht mehr möglich“, fasste Renate Köcher vom Meinungsforschungsinstitut Allensbach die Sorgen von Bürgern und Ärzten zusammen. Vor allem die über 60-Jährigen rechnen damit, dass ihnen notwendige Therapien aus Kostengründen in Zukunft vorenthalten werden könnten.
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