Berlin, 23. Juli 2009
Gesetzlich Krankenversicherte bekommen in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfahlen im Schnitt am wenigsten neue Arzneimittel.
Menschen in Mecklenburg-Vorpommern werden am großzügigsten mit neuen Pillen versorgt.
Das geht aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Arzneimittel-Atlas 2009 hervor. Das Berliner IGES-Institut hatte die Daten im Auftrag des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) errechnet.
Der vfa-Vorsitzende Wolfgang Plischke warnte davor, Patienten erst verspätet neue Mittel, etwa gegen Krebs, zu geben. „Nicht jedes neue Arzneimittel ist besser, aber fast immer teurer“, wandte die Sprecherin des GKV-Spitzenverbands, Ann Marini, ein. Was medizinisch notwendig und wirtschaftlich ist, bezahlten die Krankenkassen, auch Krebsmittel.
Im Jahr 2008 haben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) 29,2 Milliarden Euro für Fertigarzneimittel und Impfstoffe ausgegeben. Das waren 1,5 Milliarden Euro oder 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies entspricht den durchschnittlichen Zuwachsraten der letzten zehn Jahren.
Weitere Informationen beim IGES-Institut:
http://www.iges.de/presse07/pressematerial/arzneimittel_atlas_2009/index_ger.html
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