Genf, 12. Juni 2009
Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung der Schweine-Grippe hat die Weltgesundheitsorganisation „WHO“ eine Pandemie ausgerufen. Experten warnen jedoch vor Überreaktionen.
Die Einstufung der Krankheit auf die höchste Warnstufe 6 bedeutet die erste Influenza-Pandemie des 21. Jahrhunderts. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan sagte am Donnerstag in Genf, die Welt sei auf dem Weg in die Anfänge einer solchen Pandemie. Es handele sich nach gegenwärtiger Einschätzung jedoch um eine moderate Pandemie. Wachsamkeit sei erforderlich, doch Maßnahmen, wie die Schließung der Grenzen, seien nicht erforderlich.
Wissenschaftler warnen vor Überreaktionen, raten jedoch auch dazu, die Krankheit nicht zu unterschätzen.
In Deutschland haben sich mittlerweile ca. 100 Menschen mit dem Virus angesteckt. Zuletzt wurden von einer japanischen Schule in Düsseldorf 46 Fälle gemeldet. Nach sich eine Frau in Hildesheim mit der Krankheit infiziert hat, gibt es in Niedersachsen mittlerweile vier Fälle.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte vor Überreaktionen. „Lassen sie mich betonen: Dies ist eine formale Erklärung über die geographische Ausbreitung der Krankheit. Es ist kein Grund zur Panik“, sagte Ban in New York.
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