Hannover, 19. Oktober 2009
Die Vorbereitungen für den Start der Impfungen laufen auf Hochtouren. Die erste Lieferung des Impfstoffs gegen die sogenannte Schweinegrippe trifft kommende Woche in Niedersachsen ein.
„Ich danke allen Handelnden für die gute Zusammenarbeit unter enormem Zeitdruck“, so Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann. „Jetzt gilt es, vor allem die Personen zu schützen, die im Falle einer Erkrankung ernsthafte Komplikationen zu befürchten haben. Diese sollten sich so bald wie möglich impfen lassen.“ Zu dieser Gruppe gehören laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut unter anderem chronisch Kranke, Immungeschwächte und Schwangere. Da Menschen, die im medizinischen und pflegerischen Bereich arbeiten, ein erhöhtes Risiko haben, sich anzustecken und die Krankheit auf besonders gefährdete Menschen zu übertragen, empfiehlt die STIKO, auch diese Personengruppe möglichst zeitnah zu impfen.
„Impfen sollen vor allem die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Sie kennen ihre Patienten besonders gut und können eventuell vorhandene Risiken am besten einschätzen“, sagt die Niedersächsische Gesundheitsministerin Ross-Luttmann.
Finanzierung als Herausforderung
Für die Finanzierung der Impfung wird auf Landesebene ein Fonds eingerichtet, in den alle Kostenträger pauschal für ihre Versicherten festgelegte Beträge einzahlen. „Die Verordnung des Bundesministeriums zur Impfung gegen die Neue Influenza hat eine Ausnahmesituation geschaffen, die alle Beteiligten im Gesundheitswesen vor eine echte Herausforderung stellt“, sagt Jörg Niemann, Leiter des Verbands der Ersatzkassen. „Die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen tragen ihren Teil der Verantwortung, indem sie für die Impfungen rund 60 Millionen Euro zur Verfügung stellen.“ Zu den Kostenträgern gehören neben den gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen unter anderen auch die privaten Kassen und Beihilfeträger.
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