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Rösler will Einstieg in Medizinstudium erleichtern

Berlin, 06. April 2010

Bundesgesundheitsminister Rösler will den drohenden Ärztemangel bekämpfen.
Bundesgesundheitsminister Rösler will den drohenden Ärztemangel bekämpfen.
 

Um gegen den drohenden Ärztemangel anzugehen, will Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) den Zugang zum Medizinstudium erleichtern und den Numerus Clausus abschaffen.

„Ich plädiere für eine Abschaffung des Numerus clausus und für eine stärkere Berücksichtigung von Auswahlgesprächen“, sagte Rösler der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Der Notendurchschnitt allein sage nichts darüber aus, ob jemand ein guter Arzt werde. „Ich finde, da kommt es noch auf ganz andere Faktoren an. So spielt die Fähigkeit zur menschlichen Zuwendung eine große Rolle.“ Unterstützung erhielt Rösler von Union und Ärzten.

Rösler erklärte, dass es auf dem Land jetzt schon eine „spürbare Unterversorgung“ gebe. Gerade jetzt müsse etwas gegen den Ärztemangel getan werden, weil viele Ärzte bald das Ruhestandsalter erreichten.

"Wo ein Mangel an Ärzten festgestellt wird, muss flexibler darauf reagiert werden", forderte der Bundesgesundheitsminister im Gespräch mit der FAS. Das hänge "in den seltensten Fällen allein vom Honorar ab", so Rösler. "Wichtiger ist, jungen Ärzten den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern." So sollten Kommunen und KVen in unterversorgten Gebieten eigene Praxen betreiben und Ärzte anstellen können. Später könnten die Ärzte diese Praxen dann übernehmen.


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