Hannover, 29. Mai 2009
Pflegestützpunkte sollen in Niedersachsen künftig die Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen verbessern. Sozialministerin Ross-Luttmann unterzeichnete gestern den Vertrag.
Pflegestützpunkte bieten Informationen zu pflegerischen, sozialen und medizinischen Leistungen in der Region. „Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen nicht mehr von Pontius zu Pilatus laufen“, sagte die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann. In allen niedersächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten sollen künftig Pflegestützpunkte eingerichtet werden. Die Ministerin bezeichnete es als großen Erfolg, dass eine Einigung zwischen Kassen, Landkreisen und Städten erreicht wurde.
Die Finanzierung der Stützpunkte übernehmen Kommunen und Pflegekassen. Der Bund zahlt einen einmaligen Zuschuss von jeweils 45.000 Euro sowie weitere 5.000 Euro, wenn ehrenamtliche Helfer eingebunden werden. Die Pflegekassen stellen jährlich rund zwei Millionen Euro bereit. Insgesamt sind mindestens 47 Pflegestützpunkte in Niedersachsen geplant, die zum großen Teil noch 2009 eröffnet werden sollen. In den Einrichtungen sollen jeweils mindestens zwei speziell ausgebildete Pflegeberater arbeiten. In einem Modellprojekt in Langenhagen bei Hannover wurde bereits im vergangenen Jahr ein Pflegestützpunkt eingerichtet.
Bündelung der Informationen
Laut Sozialministerin Ross-Luttmann sind mindestens 47 Anlaufstellen geplant. Die Anlaufstellen seien kein Zusatzangebot, sondern sollen bestehende und bewährte Strukturen ausbauen und miteinander vernetzen, erläuterte die Sozialministerin. Sie sollen unabhängig über sämtliche Angebote an einem Ort beraten und Informationen über Leistungen und Angebote von Verbänden, Kassen und Kommunen bündeln. Unnötige Kosten durch Doppelstrukturen könnten mit den neuen Einrichtungen künftig vermieden werden, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums.
Die Entwicklung von Pflegestützpunkten ist im Sommer 2008 gesetzlich festgeschrieben worden und wird von Niedersachsen als einem der ersten Bundesländer umgesetzt.
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