Hannover, 07. November 2011
Ein Pflegepakt in Niedersachsen soll die Ausbildung in der Pflege und die Qualität der Versorgung sichern. Heutige einigten sich die verschiedenen Partner im Sozialministerium auf die Schwerpunkte.
„Wir sichern die Qualität der Pflege", sagte Sozialministerin Aygül Özkan bei der heutigen Pressekonferenz. "Das nützt den Pflegebedürftigen, den in der Pflege engagierten Menschen sowie den Angehörigen gleichermaßen.“ Pflegekassen, Kommunale Spitzenverbände, Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und Verbände der Privaten Pflegeanbieter haben sich in Gesprächen mit dem Sozialministerium in den vergangenen Monaten auf folgende Schwerpunkte geeinigt:
Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung
Die monatliche Schulgeldförderung aus Mitteln des Sozialministeriums soll auf bis zu 160
Euro erhöht werden. Damit werden rund vier Fünftel aller Altenpflegeschülerinnen und –
schüler in Niedersachsen faktisch von der Schulgeldzahlung befreit. Tarifgehälter sind bei Pflegesatzverhandlungen zu berücksichtigen. Außerdem sollen die Ausbildungen vereinheitlicht und die betriebliche Gesundheitsförderung ausgebaut werden.
Ambulante Pflege
Die Arbeitsbedingungen der ambulanten Pflegedienste sollen erleichtert werden. Dazu soll unter anderem die Pflege entbürokratisiert werden. Die papierlose Abrechnung zwischen
Leistungserbringern und Pflegekassen soll zum Standard werden. Über die künftige Ausgestaltung der ambulanten Pflege führen die Pflegekassen, die Kommunen und die Verbände der Pflegeanbieter gesonderte Verhandlungen.
Stationäre Pflege
Die Partner des Pflegepakts haben herausgefunden, dass das Pflegesatzniveau bei der stationären Pflege in Niedersachsen im westdeutschen Durchschnitt am niedrigsten ist. Innerhalb Niedersachsen gestaltet es sich sehr unterschiedlich. Auch hier soll durch den Pflegepakt eine klarere Struktur entstehen.
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