Berlin, 08. Juli 2010
Jeder Dritte Bundesbürger rechnet damit, einmal pflegebedürftig und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Das ist das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege.
Für die Studie wurden rund 2.030 Bürger befragt. Bei einer Pflegebedürftigkeit sehen die Betroffenen die Verantwortung hauptsächlich bei der gesetzlichen Pflegeversicherung, obwohl die meisten davon ausgehen, dass nur ein geringer Teil der Pflege-Kosten von der Pflegeversicherung übernommen wird. Etwa 40 Prozent sagten, sie hätten Angst davor, später schwer oder chronisch zu erkranken.
"Die Strukturen laufen nicht, die häusliche Pflege ist suboptimal, die Aufklärung ist unzureichend", so das Urteil von Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege. Die Pflegetransparenzvereinbarung, mit der ambulante und stationäre Einrichtungen nach so genannten Schulnoten bewertet werden, sei ein "erster, guter Ansatz", um Qualität in der Pflege ins Bewusstsein zu bringen. Die Stiftung will sich nach Aussage von Suhr jetzt der Pflegeberatung sowie der häuslichen Pflege annehmen.
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