Hannover, 26. Februar 2009
Pflegeheime in Niedersachsen, die künftig ihre Sätze anheben wollen, erhalten eine Genehmigung, wenn unter anderem die Pflegequalität stimmt.
Darauf und auf ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für höhere Pflegesätze haben sich am Mittwoch auf Drängen von Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) in Hannover die Verbände der Pflegekassen geeinigt.
Voraussetzung für das vereinfachte Genehmigungsverfahren ist allerdings die Qualität der jeweiligen Einrichtung. Wer bei den Prüfungen des Medizinischen Dienstes (MDK) ordentlich abgeschnitten und seine Pflegesätze lange nicht erhöht habe, profitiere von der Vereinbarung, sagte Jörg Niemann, Leiter des Verbands der Ersatzkassen (vdek) gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ).
Nicht nur die Qualität ist Richtschnur für die Pflegesatzentwicklung. Weiterhin orientiert sie sich an der allgemeinen Grundlohnentwicklung, also der Steigerung der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wie die HAZ berichtet, soll künftig auf einen Vergleich der Pflegesätze verzichtet werden.
In Niedersachsen liegt der Durchschnittspreis für einen Heimplatz in der Pflegestufe III, inklusive Unterkunft und Verpflegung, bei 2415 Euro im Monat.
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