Berlin, 19. November 2009
Aufgrund des demographischen Wandels wird jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens pflegebedürftig. Das ist das Ergebnis des GEK-Pflegereports 2009, der gestern veröffentlicht wurde.
Die Deutschen leben nicht nur länger, sie altern auch gesünder. Laut Pflegereport steigt die Zahl der Pflegebedürftigen insgesamt weiter an. Gleichzeitig ist aber das altersspezifische Risiko, pflegebedürftig zu werden, zwischen 2000 und 2008 bei Männern jährlich um ein Prozent und bei Frauen um 3,6 Prozent gesunken. Das erhöhte Ausmaß an Pflegebedürftigkeit ist damit allein auf die demographische Entwicklung zurückzuführen.
Von den Männern, die 2008 im Alter jenseits der 60 starben, brauchten am Ende 48 Prozent regelmäßig Hilfe, bei den Frauen waren es sogar 65 Prozent.
Der Anteil der Pflegebedürftigen innerhalb einer Altersgruppe ist zwischen 1999 und 2007 stabil geblieben. Die Zunahme der Pflegebedürftigenzahl um 231 Tausend von rund 2,1 auf 2,4 Millionen Personen ist damit allein auf die demographische Alterung zurückzuführen.
Die Studie deckt außerdem regionale Besonderheiten in der Pflegeversorgung auf. So zeigen sich auffällige Unterschiede bei der Entgeldstruktur sowie in der fachärztlichen Versorgung von Pflegeheimen.
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