Köln, 15. Juni 2010
Die Patienten in Deutschland bewerten die Qualität von medizinischen Leistungen als unzureichend. Das zeigt eine Studie des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.
Gerade einmal 34 Prozent der Befragten Patienten bewerteten die Qualität als „sehr gut“, berichtet die Süddeutsche Zeitung über das Ergebnis der Studie. „Deutsche Patienten sind mit dem Gesundheitswesen wie auch der eigenen Versorgung nicht so zufrieden wie Befragte aus den meisten anderen Ländern“, schreiben die Autoren um Klaus Koch und Peter Sawicki. Für die Studie sind in 2008 fast 10.000 chronisch Kranke und Patienten, die gerade im Krankenhaus waren, befragt worden.
Die Fragen nach der persönlichen Versorgung bewerteten die Teilnehmer jedoch positiver als die nach dem Gesundheitswesen allgemein. Besonders kritisiert wird die Kommunikation. So gaben 36 Prozent der Teilnehmer an, nicht ausreichend vom Arzt über die Ziele der Therapie informiert worden zu sein, 69 bekamen keine Behandlungsplan und nur 21 Prozent berichteten davon, dass sich der Arzt nach dem Besuch von sich aus erkundigte, wie sie zurechtkommen.
28 Prozent der Befragten erklärten, sie hätten in den vergangenen zwei Jahren auf Medikamente oder Arztbesuche verzichtet, um Zuzahlungen zu sparen.
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