Hannover, 23. November 2009
Jeder vierte Patient fühlt sich von seinem Hausarzt nicht ausreichend informiert. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der KKH-Allianz unter 1.000 gesetzlich Versicherten.
Demnach geben 25 Prozent der Befragten an, ihr Hausarzt müsse sie besser über die Behandlung beziehungsweise die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informieren. Bei den Befragten mit weniger gutem oder schlechtem Gesundheitszustand sind sogar 34 Prozent dieser Ansicht.
„Viele Hausärzte nehmen sich anscheinend nicht genügend Zeit, um ihre Patienten ausreichend über ihre Krankheit aufzuklären“, sagt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH-Allianz. „Aber gerade der Patient selbst kann durch sein Verhalten den Verlauf seiner Krankheit positiv beeinflussen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Ärzte ihren Patienten Informationen zum Umgang mit ihrer Krankheit geben.“
Dass sich bei Versicherten mit schlechtem Gesundheitszustand sogar jeder Dritte ungenügend beraten fühle, sei ein Indiz dafür, dass mangelnde Aufklärung sogar zu einer Verschlechterung oder Verlängerung der Krankheit führen könne. So komme es beispielsweise jährlich zu tausenden unnötiger Operationen beim diabetischen Fuß aufgrund von Wissenslücken. Wichtig sei hier vor allem, dass die Ärzte leitliniengerecht nach anerkannten Standards behandelten.
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