Hannover, 03. Januar 2009
Mit der Errichtung einer Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle schafft das Land Niedersachsen eine zentrale Stelle für die Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung.
„Wir treten dafür ein, dass Menschen an der Hand anderer sterben und nicht durch die Hand anderer. Sterben muss in Würde möglich sein. Die palliativmedizinische, palliativpflegerische und hospizliche Versorgung und Betreuung schwerstkranker sterbender Menschen ist der positive Gegenentwurf zu einem Ruf nach aktiver Sterbehilfe“ sagte Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU).
Mit finanzieller Unterstützung des Landes sind in den letzten Jahren bereits 28 Palliativstützpunkte als Netzwerke der örtlichen Leistungserbringer der Hospizarbeit und Palliativversorgung entstanden. Eine flächendeckende Errichtung solcher Palliativstützpunkte sei damit nahezu erreicht, so Ross-Luttmann.
Die „Niedersächsische Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung“ wird vor allem folgende Funktionen wahrnehmen:
Prof. Dr. med. Winfried Hardinghaus wird die neugeschaffene Zentralstelle leiten. Als ärztlicher Direktor des Klinikums St. Georg GmbH – Krankenhaus St. Raphael – in Ostercappeln hat er dort bereits vor einigen Jahren die Bewegung „Spes Viva“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen sowohl im Krankenhaus als auch in der ambulanten Vernetzung zu verbessern.
Das Büro der „Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung“ ist in den Räumen des Landkreises Osnabrück untergebracht. Ab dem 5. Januar 2009 ist es unter der Telefonnummer 0541-5018000 zu erreichen.
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